TeraWulf gerät nach New Yorks Datacenter-Stopp unter Druck
New York setzt Genehmigungen für große Datacenter vorerst aus. Das betrifft TeraWulf mit Lake Mariner und der geplanten Lake-Hawkeye-Erweiterung, auch wenn CEO Paul Prager die Lage positiv einordnet.

Wichtigste Erkenntnisse
- Die WULF-Aktie von TeraWulf fiel am Dienstag um 7,08 % auf 19,41 $, nachdem New York ein Moratorium für große Datacenter verhängt hatte.
- Gouverneurin Kathy Hochul setzte die Genehmigungen für neue Hyperscale-Datacenter mit 50 Megawatt oder mehr vorerst aus.
- TeraWulf sagt, dass Lake Mariner genehmigt und in Betrieb ist, während Erweiterungen und Lake Hawkeye unter die neue Politik fallen.
TeraWulf stand am Dienstag an der Börse deutlich unter Druck, nachdem New York ein Moratorium für große Datacenter angekündigt hatte. CEO Paul Prager ordnete den Schritt zwar als positiv für das Kryptounternehmen ein, doch der Markt reagierte anders: Die WULF-Aktie schloss 7,08 % tiefer bei 19,41 $ (17 €).
New York setzt Genehmigungen aus
Gouverneurin Kathy Hochul unterzeichnete am 14. Juli eine Executive Order und leitete damit die erste landesweite Pause für neue Hyperscale-Datacenter in New York ein. Für große Vorhaben mit einem Strombedarf von 50 Megawatt oder mehr werden die Ermessens-genehmigungen vorerst ausgesetzt, sofern die Anträge noch nicht vollständig abgeschlossen sind.
In dieser Zeit soll der Staat ein Generic Environmental Impact Statement erarbeiten. Damit sollen die Auswirkungen auf Energieverbrauch, Wasserbedarf und Luftqualität besser bewertet werden. Hochul stellte den Beschluss zudem in den größeren Zusammenhang steigender Energiekosten und des Drucks auf die Versorger.
Warum TeraWulf betroffen ist
TeraWulf betreibt den Lake-Mariner-Komplex in New York und entwickelt außerdem den zweiten Standort Lake Hawkeye. Das Kryptounternehmen verlagert seinen Fokus schon seit Längerem von Bitcoin-Mining hin zu KI und High-Performance Computing. Dieser Trend ist auch bei anderen Minern zu beobachten.
Prager schrieb, dass vor allem Projekte profitieren dürften, die bereits genehmigt sind und über gesicherte Stromanschlüsse verfügen. Nach seiner Einschätzung ist Lake Mariner in Betrieb, und auch die Erweiterungen mit Fluidstack und Google seien vollständig genehmigt. Lake Hawkeye bezeichnete er als Mehrjahresprojekt. Zudem sagte er, das Unternehmen prüfe auch On-site-Power, was aus seiner Sicht zu den Prioritäten der Gouverneurin passe.
Bedeutung für Kryptoinvestoren
Für europäische Leser zeigt der Fall, wie eng Krypto, Datacenter und Energiepolitik inzwischen miteinander verknüpft sind. Vor allem Unternehmen, die ihre Bitcoin-Aktivitäten mit KI-Infrastruktur verbinden, können empfindlich auf lokale Genehmigungsverfahren und Vorgaben zum Stromverbrauch reagieren. Zugleich macht der Vorfall deutlich, dass politische Entscheidungen und die Reaktion an der Börse nicht immer in dieselbe Richtung laufen.