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Tether-CEO: "JPMorgan versteht Bitcoin nicht"

Paolo Ardoino, CEO von Tether, hat JPMorgan, der größten Bank Amerikas, scharfe Kritik geübt.

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Paolo Ardoino, CEO von Tether, hat JPMorgan, der größten Bank Amerikas, scharfe Kritik geübt. Laut einem Bericht von The Block behauptet Ardoino, dass JPMorgan weder Bitcoin noch das Funktionsprinzip von Tether wirklich verstehe. Diese Äußerung kam, nachdem die Bank erklärt hatte, dass nur 60 bis 80 Prozent der Reserven von Tether mit zwei Gesetzesentwürfen übereinstimmen würden, die derzeit in den USA zur Stablecoins-Regulierung diskutiert werden. Das würde bedeuten, dass das Unternehmen seine Reserven umstrukturiert.

Ardoino verteidigte Tether damit, dass selbst im extremsten Szenario JPMorgan übersieht, dass das Eigenkapital der Tether Group mehr als 20 Milliarden Dollar an andere sehr liquide Vermögenswerte umfasst und dass das Unternehmen mehr als 1,2 Milliarden Dollar pro Quartal durch US-Staatsanleihen mit Gewinn erzielt. Er fügte hinzu, dass eine Anpassung an neue Regulierungen für das Unternehmen „kein Problem" darstellen würde.

Weiterhin legte Ardoino in einem Gespräch mit The Block nahe, dass die Analysten von JPMorgan möglicherweise ein wenig eifersüchtig seien, weil sie Bitcoin nicht zu einem niedrigen Preis gekauft hätten und nun verbittert seien. Tether rangiert derzeit auf Platz drei der Kryptowährungsrangliste, direkt hinter Ethereum, mit einer Marktkapitalisierung von 141 Milliarden Dollar.

JPMorgan, die größte Bank der USA, weist eine Bilanzsumme von 2,6 Billionen Dollar aus. Laut ihrem CEO Jamie Dimon habe Bitcoin „keinen intrinsischen Wert“. In Europa hat Tether zudem Untersuchungen regulatorischer Behörden im Rahmen der MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets) durchlaufen, die verlangen, dass große Emittenten 60 Prozent ihrer Reserven bei Banken innerhalb der Europäischen Union halten. Dies hat zur Aussetzung von Tether von verschiedenen Kryptowährungsbörsen in Europa geführt.

Trotz eines milliardenschweren Imperiums bleiben viele Fragen unbeantwortet. Tether hat sich bisher keinem Audit durch eine der Big Four unterzogen, was oft als Goldstandard gilt. „Wir haben die Big Four kontaktiert. Sie wollen das Risiko nicht eingehen“, erklärte Ardoino. Tether sieht sich häufig schweren Anschuldigungen gegenüber, darunter intransparente Geschäftspraktiken, eine bevorzugte Plattform für Terroristen und andere Kriminelle sowie mangelnde Transparenz.


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