Der neue BlackRock Metaverse-ETF
BlackRock hat einen neuen ETF mit Metaverse-Fokus herausgebracht.

BlackRock hat einen neuen ETF mit Metaverse-Fokus herausgebracht. Inwieweit ähnelt er wirklich der Metaverse?
iShares von BlackRock hat seine neue iShares Future Metaverse Tech and Communications ETF (Ticker: MSGMVSNU) gelauncht. Wie der Name vermuten lässt, soll der ETF am "Internet der Zukunft" partizipieren; das bedeutet auch die zukünftige Wertschöpfung in der Metaverse. Wenn man sich die Positionen des Fonds anschaut, fällt jedoch auf, dass es sich fast ausschließlich um typische Aktienunternehmen handelt, die man in jedem Fonds findet, der behauptet, etwas mit zukünftigen Technologien zu tun zu haben.
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Da es fast keine reinen Metaverse-Exchange-Traded-Companies gibt, ist der ETF weit entfernt vom Pure Play. Pure Play bedeutet, dass ein Unternehmen sein Hauptgeschäftsfeld in der richtigen Branche hat.
Der ETF kann nur in Aktien investieren und nicht in Kryptowährungen, was bedeutet, dass ein wichtiger Teil der Industrie fehlt. Aber selbst bei den Aktienpositionen herrscht dort mehr Willkür. Gaming-Unternehmen wie Roblox oder Take-Two Interactive finden ihren Weg in den Fonds, ebenso wie Apple, Zoom oder Salesforce.
Zweifellos haben all diese Unternehmen etwas mit Virtual Reality, virtuellen Welten oder Hardware-Komponenten zu tun. Dennoch steht dieses Fonds-symbolisch für eine Industrie, die schwer zu repräsentieren ist.
ETFs: Schau dir immer an, was drinsteht
Anleger sollten daher immer genau darauf achten, was in einem sogenannten Themen-ETF enthalten ist. Dass dort Blockchain, Metaverse, Robotik oder autonomes Fahren draufsteht, bedeutet nicht, dass es drin steckt.
Die ETF-Anbieter haben überhaupt nicht die Möglichkeit, auf bestimmte Themen, insbesondere die Metaverse, einen gezielten ETF zu erstellen. Denn die wirklich innovativen Unternehmen in einem neuen Umfeld sind normalerweise nicht börsennotiert. Stattdessen investieren Risikokapitalgeber in die Akteure von morgen.
Diversifikation: Man kann es auch übertreiben!
Themen-ETFs sehen sich oft dazu gezwungen, ausreichend zu diversifizieren. Das bedeutet, dass vielleicht nur vier wirklich passende Aktien in einer bestimmten Branche identifiziert werden. Weil das nicht genug ist, bastelt man Indizes künstlich mit ungeeigneten Aktien zusammen. Das Ergebnis ist eine Mischung von Aktien, die irgendwie immer passen. Daher enthalten fast jeder Tech-ETF große Schwergewichte wie Microsoft, Tencent oder Nvidia. Das trifft auch auf den BlackRock Metaverse ETF zu, der derzeit 39 Positionen hat.
Für Anleger, die an bestimmten Themen interessiert sind, kann es daher sinnvoller sein, sich mit gezielter Stock-Picking zu beschäftigen und eine eigene Pure-Play-Auswahl zu erstellen. Also statt den überdiversifizierten 3D-Druck- oder Metaverse-ETFs zu kaufen, könnte es sinnvoll sein, vier bis sechs Sektor-Favoriten auszuwählen.
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