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Der Start des ETF-Handels: Der perfekte Moment oder doch besser warten?

Am 23. Juli werden die Ethereum-Spot-ETFs in den USA zum Handel freigegeben.

Der Start des ETF-Handels: Der perfekte Moment oder doch besser warten?

Am 23. Juli werden die Ethereum-Spot-ETFs in den USA zum Handel freigegeben. Viele Menschen fragen sich deshalb, ob dies der perfekte Moment ist oder ob sie besser warten sollten.

In diesem Beitrag liest du:

  • Welche Lehren du aus dem Start der Bitcoin-Spot-ETFs ziehen kannst
  • Welche Gefahren es bei der Umwandlung des Grayscale Ethereum Trust in den Grayscale Ethereum ETF gibt
  • Warum bei den Ethereum-Spot-ETFs ein großes Überraschungspotenzial besteht

Wie die Chicago Board Options Exchange (CBOE) bekanntgab, werden die Ethereum-Spot-ETFs morgen, am 23. Juli, bereits zum Handel freigegeben. Es wird viel spekuliert, ob der Ether-Preis danach fallen wird – wie es bei der Zulassung der Bitcoin-Spot-ETFs der Fall war – oder ob er steigen wird. Es gibt gute Gründe zu glauben, dass es dieses Mal anders ist als bei der Bitcoin-ETF.

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Lehren aus den Bitcoin-Spot-ETFs

Als die Bitcoin-ETFs im Januar 2024 genehmigt wurden, fiel der Preis sofort, bevor Wochen später der Kursanstieg begann. Das passierte, weil sehr viel Bitcoin auf einmal auf den Markt kam durch eine Änderung bei Grayscale. Als Grayscale seinen Bitcoin Trust in einen ETF umwandelte, verkauften viele Anleger ihre Anteile zum normalen Marktpreis. Das geschah, weil der Bitcoin Trust zuvor mit Rabatt gehandelt wurde.

Gleichzeitig war der Grayscale Bitcoin ETF mit Abstand der teuerste Bitcoin-ETF, was weiteren Verkaufsdruck verursachte. Auch die Zuflüsse in die Bitcoin-ETFs von BlackRock, Fidelity und anderen konnten die Verkaufsbelastung zunächst nicht auffangen. Die Frage ist jetzt, ob Ähnliches mit den Ether-Spot-ETFs passieren wird.

Der Grayscale-Effekt

Auch bei der Umwandlung des Grayscale Ethereum Trust in einen ETF sehen wir, dass dies der teuerste Ethereum-ETF ist. Die Verwaltungsgebühren des Grayscale ETH ETF liegen zehnmal so hoch wie die des zweitteuersten Anbieters.

Dies deutet darauf hin, dass es erneut zu starkem Verkaufsdruck bei Ethereum und fallenden Kursen kommen könnte. Grayscale bietet jedoch als Alternative eine Mini-Version ihres ETH Trust an, bei der Grayscale-Investoren steuerfrei in den ETH-ETF wechseln können. Diese ist günstiger als alle anderen Ether-ETFs. Das könnte den Verkaufsdruck verringern.

Warum es dieses Mal anders sein könnte? Die Spreizung zwischen Trust- und Spot-Preis ist nicht so groß. Die große Kluft wie bei der Umwandlung des Bitcoin-Trust in einen ETF besteht nicht. Der Verkaufsdruck durch Arbitrage-Händler wird daher wahrscheinlich geringer ausfallen.

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9,3 Milliarden US-Dollar in Ethereum

Insgesamt besitzt der Grayscale Trust 9,3 Milliarden Dollar Ethereum. Relativ gesehen liegt dieser Anteil sogar höher als bei Bitcoin und dem Grayscale Bitcoin Trust. Wenn es zu einem größeren Verkauf kommen würde, wäre der Verkaufsdruck sogar größer als bei den BTC-Spot-ETFs. Das ist wahrscheinlich der Hauptgrund, warum Investoren derzeit nicht in Ether investieren.

Wer glaubt, dass erhebliche Grayscale-Aktien den Markt überschwemmen werden, sollte die ersten Wochen abwarten und den Grayscale-Abfluss verfolgen. Wenn dieser abnimmt, während der Zufluss anderer Akteure zunimmt, sehen viele Experten dies als ideales Einstiegszeitfenster, um bei einer eventuellen Rallye dabei zu sein.

Argumente gegen die ETH-Verkaufsgolf

Es muss jedoch nicht zu einer großen „Grayscale-Delle“ kommen. Neben den bereits genannten Argumenten wie der Mini-Trust als Alternative und geringeren Arbitrage-Anreizen werden dieses Mal wahrscheinlich weniger ETF-Interessenten am Zeitfenster vorbeigehen. Durch die Bitcoin-ETF haben sich Krypto-Investoren bereits Vertrauen in die neue Produktgruppe aufgebaut. Vor allem erfahrene Hedgefonds, Family Offices und einige Privatanleger könnten sich schneller wagen. Die Unsicherheit, die es bei den Bitcoin-Spot-ETFs gab, ist nicht mehr da.

Gleichzeitig werden einige von der Bitcoin-ETF geprägte Anleger wahrscheinlich sehnsüchtig nach der Möglichkeit zur Diversifikation suchen. Mit zusätzlichen Mitteln oder durch teilweise Veräußerung ihrer Bitcoin-Spot-ETFs sind unmittelbare Mittelzuflüsse zu den ETH-ETFs zu erwarten.

Darüber hinaus zielen die Ether-Spot-ETFs auf neue Anlegergruppen. So spricht Gold-Anleger ganz andere Investoren an als ein Meta- oder Amazon-Aktie. Bitcoin und Ether unterscheiden sich auch grundlegend, was neue Käufergruppen anziehen könnte.

Ethereum-Preis: Nur etwas genügt

Da bereits mehrere Milliarden Netto-Zuflüsse letztlich eine Bitcoin-Rally ausgelöst haben, wird deutlich, dass schon einige Milliarden US-Dollar ausreichen, um die Ether-Spot-ETFs in kurzer Zeit nach oben zu treiben. In den ersten Wochen geht es um Milliarden Dollar für alle Ethereum-Spot-ETFs zusammen. Letztlich sind das keine riesigen Beträge. Doch ein paar Milliarden können sich in wenigen Wochen schnell summieren. Das bedeutet, dass rasch eine Schneeballeffekt entstehen kann. Wenn es etwas weniger Verkauf durch Grayscale gibt und etwas mehr neue Investitionen als erwartet, könnte dies schnell zu steigenden Kursen führen.

Außerdem sorgt das Staking bei Ether für eine andere Situation als bei Bitcoin. Das gestakte Ether ist nicht am Markt verfügbar und auch die geringere Liquidität an den Börsen im Vergleich zu Bitcoin kann für Überraschungen sorgen.

Fazit zu Ether-Spot-ETFs

Wenn du kein aktiver Trader mit kurzer Anlagehorizont bist, musst du dir keine Sorgen machen, ob man jetzt schnell handeln muss. Mittelfristig bis langfristig sind die Aussichten sehr gut. Wer jedoch versucht, den genauen Tiefpunkt zu treffen, sollte sich basierend auf den bereitgestellten Hintergrundinformationen eine eigene Meinung bilden und Blick auf Zu- und Abflüsse werfen.


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