Das sind die weltweit kryptofreundlichsten Länder
Die Niederlande fehlen in der von Social Capital Markets erstellten Top-20 der kryptofreundlichsten Länder.

Die Niederlande sind nicht in der von Social Capital Markets erstellten Top-20 der kryptofreundlichsten Länder vertreten. Da die Niederlande so schlecht abschneiden, finden wir im Bericht auch wenig Informationen über das niederländische Standortklima für Krypto-Unternehmen.
Nach einer Analyse von Regulierung, Steuersystemen und Rahmenbedingungen für Unternehmen kamen sie zu dem Schluss, dass Dubai, die Schweiz und Südkorea zu den weltweit kryptofreundlichsten Ländern gehören.
Krypto-Adoption als weltweites Konkurrenzspiel
“Kryptowährungen haben die Art zu investieren und die digitale Vermögenswelt vollständig verändert und tragen zur wirtschaftlichen Entwicklung in verschiedenen Regionen bei”, heißt es im Social Capital Markets-Bericht. Immer mehr Länder erkennen das enorme Potenzial dieser aufkommenden Branche und passen ihre Regulierung daran an. Mit neuen Gesetzen und Steuervergünstigungen versuchen diese Länder Krypto-Unternehmen anzuziehen, wodurch neue Jobs an Standorten entstehen, die für die Krypto-Branche freundlicher sind. Die Niederlande und die EU liegen wie üblich vorne, wenn es um Regulierung geht. Dadurch könnte das erste EU-Land auf Platz 6 landen (Estland).

Die Studie berücksichtigte verschiedene Faktoren. Die Kriterien umfassen rechtliche Transparenz, die Kapitalgewinnbesteuerung, den Körperschaftsteuersatz, die Anzahl registrierter Krypto-Unternehmen und das Vorhandensein von Geschäften, die Krypto als Zahlungsmittel akzeptieren.
Das Ergebnis: Nicht die Vereinigten Staaten, sondern Dubai, die Schweiz und Südkorea sind besonders attraktiv für die Krypto-Industrie. Diese drei vergleichsweise kleinen Staaten aus drei ganz unterschiedlichen Regionen zeigen, wie global die Branche ausgerichtet ist. Auf dem vierten Platz liegt der Stadtstaat Singapur und erst auf dem fünften Platz die USA.
Dubai und Südkorea: So funktioniert Crypto in Asien
Mit 79 von 100 möglichen Punkten belegte Dubai den ersten Platz, was hauptsächlich der transparenten Regulierungspolitik zu verdanken ist, und der umfassenden Unterstützung zahlreicher Blockchain-Projekte. Der bekannteste und wirtschaftlich fortschrittlichste Emirat der VAE zeichnet sich auch durch die Abwesenheit von Kapitalgewinnsteuer, eine relativ niedrige Körperschaftsteuer (9 Prozent) und erschwingliche Lizenzkosten für Krypto-Unternehmen aus.
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben kürzlich ihre Crypto-Regulierung mit einem neuen Rahmenwerk verbessert. Vor allem der Genehmigungsprozess für Unternehmen, die in Dubai aktiv werden wollen, ist dadurch erneut vereinfacht. Auch für private Krypto-Investoren und -Händler ist die Stadt besonders attraktiv. Für Steuervermeidungssuchende kann es ein echtes Paradies sein.
Dass Südkorea mit insgesamt 73,5 Punkten auf dem dritten Platz gelandet ist, mag einige Krypto-Enthusiasten überraschen. Die einstige asiatische Tigerwirtschaft ist bekannt für regulatorische Klarheit und eine proaktive Haltung gegenüber Finanzinnovationen. In jüngster Zeit hat die Regierung in Seoul die Einkommensteuer auf individuelle Gewinne verschoben.
Krypto-Begeisterung ist trotzdem groß in Südkorea, was sich in einem auffallend hohen Handelsvolumen an den nationalen Börsen zeigt. Im ersten Quartal dieses Jahres konnte die südkoreanische Won sogar den US-Dollar als dominierende Fiatwährung an den Kryptomärkten verdrängen.
Schweiz schneidet gut
"Die Schweiz hat große Fortschritte im Bereich der Kryptowährungen gemacht. Ihre Stadt Zug wird als globaler Crypto-Hub anerkannt", heißt es im Bericht über die Schweiz. Dass sie mit 74,5 Punkten noch vor Südkorea auf dem zweiten Platz liegt, bestätigt das gute Investitionsklima. Zudem gibt es Steuervergünstigungen und die Möglichkeit, einfach ein Unternehmen zu gründen.
Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA) sorgt für klare regulatorische Leitlinien, insbesondere im kryptofreundlichen Kanton Zug. Folglich haben sich dort alleine mehr als 900 Krypto-Unternehmen registriert, darunter die Ethereum Foundation. Viele Schweizer Banken stehen der neuen Branche offen. Anfang letzten Monats begann die Zürcher Kantonalbank mit dem Handel von Bitcoin und Ethereum. Für Privatanleger ist der Verkauf von Kryptowährungen steuerfrei.
Trotzdem verteidigt die Schweiz ihre Position als attraktiver Standort für Krypto-Unternehmen in Europa. Aufgrund ihrer langen Tradition als Finanzzentrum und der dezentralen politischen Struktur scheinen vor allem Bitcoin und die Schweiz gut zusammenzupassen.