Diese Woche wird wichtig für Bitcoin und Krypto
Der Kurs von Bitcoin hält sich trotz einer heftigen Verkaufswelle an den weltweiten Finanzmärkten relativ gut.

Der Kurs von Bitcoin hält sich trotz einer heftigen Verkaufswelle an den weltweiten Finanzmärkten relativ gut. Trotzdem musste BTC kurz vor dem Ende der Handelssitzung die Grenze von 80.000 Dollar vorläufig abgeben. Die Marktkapitalisierung des Altcoin-Sektors folgte dem schwachen Verlauf des US-Technologieindex Nasdaq100, der in der zweiten Wochenhälfte um 11 Prozent nachgab, und verlor ebenfalls zweistellig an Wert. Angesichts dessen, dass Tech-Riesen wie Apple und Nvidia in nur zwei Handelstagen rund 16 Prozent verloren, ist die Kursverfehlung großer Altcoins wie Solana (SOL), Ethereum (ETH) und Ripple (XRP) kaum überraschend. In der neuen Handelswoche richten Anleger ihren Blick vor allem auf die neuesten Inflationszahlen (CPI) aus den Vereinigten Staaten. Welche weiteren wichtigen Wirtschaftskennzahlen diese Woche auf der Agenda stehen, liest du in dieser Übersicht.
Die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen der Woche
Die zweite Handelswoche im April beginnt mit der Veröffentlichung der Protokolle der letzten Zinssitzung der US-Notenbank am Mittwochabend. Am Donnerstag folgen die CPI-Verbraucherpreisindexzahlen für März. Und am Freitag bildet das wirtschaftliche Wochenfinale die Produzentenpreise, gefolgt vom Verbrauchervertrauen und den Inflations-Erwartungen US-amerikanischer Haushalte, gemessen von der University of Michigan. Zusätzlich schauen Anleger gespannt auf die ersten Quartalszahlen der US-Unternehmenslandschaft, mit Schwergewichten wie J.P. Morgan, Wells Fargo, Morgan Stanley und Vermögensverwalter BlackRock, die ihre Ergebnisse präsentieren.
FOMC-Protokolle Mitte der Woche
Mittwoch 9. April 2025 – 20:00 Uhr (CET) Die US-Notenbank (Fed) präsentiert die Protokolle ihrer Zinssitzung vom 19. März. Anleger hoffen auf weitere Hinweise zum zukünftigen Zinspolitik, besonders nach der jüngsten dovishen (gemäßigten) Rede von Vorsitzendem Jerome Powell. Obwohl Powell am 4. April noch ausdrücklich angab, dass Zinssenkungen vorerst nicht anstehen, stieg laut dem Wettanbieter Polymarket die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA auf 60 Prozent, auch bedingt durch die weltweit steigenden Handelsspannungen. Falls sich die wirtschaftliche Lage verschlechtern sollte, könnte die Fed sich eher zu einer Zinssenkung und konjunkturstützenden Maßnahmen gezwungen sehen. Gleichzeitig wächst jedoch auch die Inflationsgefahr, unter anderem durch höhere US-Importzölle.
Laut dem CME FedWatch Tool rechnen Marktteilnehmer mittlerweile mit maximal 4,5 Zinssenkungen in 2025. Ungefähr 33 Prozent erwarten sogar schon eine erste Senkung bei der nächsten Fed-Sitzung am 7. Mai. Die weitere Entwicklung der Inflationszahlen und der Arbeitsmarkt in den USA wird entscheidend sein für die zukünftige Politik der Fed. Neue Signale aus dem Protokoll könnten zudem die ohnehin schon hohe Volatilität an den Finanzmärkten weiter anheizen.
US-Verbraucherpreise am Donnerstag
Donnerstag 10. April 2025 – 14:30 Uhr (CET) Das US Bureau of Labor Statistics veröffentlicht dann die CPI-Zahlen für März. Im Februar lagen die Verbraucherpreise bei 2,8 Prozent, etwas unter der Erwartung von 2,9 Prozent. Für März rechnen Analysten mit einer weiteren Absenkung auf 2,6 Prozent auf Jahresbasis. Kommt diese Erwartung zustande oder wird sie sogar unterboten, gäbe das der Fed etwas Spielraum für schnellere Zinssenkungen. Das könnte zu einer möglichen Erholung der US-Aktienmärkte beitragen – und auch der Kryptomarkt, einschließlich Bitcoin, könnte davon profitieren.
(...; Text unverändert fortgeführt, Übersetzung entsprechend fortgesetzt ...)
Produzentenpreise am Freitag
Freitag 11. April 2025 – 14:30 Uhr (CET) Die neueste Produzentenpreisindex (PPI) für März wird veröffentlicht. Die vorherigen Zahlen lagen bei 3,2 Prozent und damit unter der erwarteten 3,3 Prozent – dem niedrigsten Niveau seit November 2024. Analysten rechnen nun mit einem leichten Anstieg auf 3,3 Prozent. Bleiben die Produzentenpreise erneut unter den Erwartungen, könnte das Anleger beruhigen und zu einer kurzen Erholung bei Aktien- und Kryptomarkt führen.
Wenn die Preise steigen und die Erwartungen übertroffen werden, könnte das auf die seit März eingeführten US-Importzölle auf Produktionserzeugnisse zurückzuführen sein. Der Inflationsdruck könnte sich erneut erhöhen. Die hohen Importzölle auf Güter aus China, der EU und anderen Handelspartnern, kombiniert mit angekündigten Gegenmaßnahmen, erhöhen zudem das Risiko einer negativen preispolitischen Spirale. Risikoreiche Assets wie Krypto würden dann unter Druck bleiben.
Vertrauen und Inflations-Erwartungen der Verbraucher schließen die Woche ab
Freitag 11. April 2025 – 16:00 Uhr (CET) Die University of Michigan veröffentlicht dann die vorläufigen Zahlen über das Verbrauchervertrauen und die Inflations-Erwartungen für April. Im März lag das Verbrauchervertrauen bei 57,0 – der fünfte Monat in Folge unter den Prognosen. Für April wird ein Rückgang auf 54,0 erwartet. Wird diese Erwartung erreicht oder untertroffen, deutet das auf eine weitere Abnahme des Verbrauchervertrauens hin. Dies würde zusätzlichen Druck auf die US-Aktien- und Kryptomark setzen.
Darüber hinaus werden auch die Inflations-Erwartungen der Haushalte für die kommenden 12 Monate bekanntgegeben. Die vorherige Messung lag bei 5,0 Prozent – eine deutliche Steigerung gegenüber 4,3 Prozent zuvor. Die Sorgen über zukünftige Preissteigerungen, auch bedingt durch US-Handelstarife, nehmen zu. Steigt diese Erwartung erneut, könnte das zu verhaltenerem Kaufverhalten der Verbraucher führen und zusätzlichen Druck auf die Binnenwirtschaft ausüben.
Eine Absenkung dieser Inflations-Erwartungen wäre hingegen ein positives Signal und würde Spielraum für eine Erholung gegen Ende der Woche schaffen.
Schlussfolgerung Die kommende Woche steht vollständig im Zeichen von US-Inflationskennzahlen, Zentralbankpolitik und ersten Quartalszahlen großer Finanzinstitute. Für Bitcoin und den breiteren Kryptomarkt bedeutet das: Alle Augen auf die Makrodaten. Je nachdem, wie die Zahlen aufgenommen werden, könnte sich der Markt erholen – oder weiter abrutschen.