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Wie ernsthaft nehmen BlackRock, Fidelity Investments und Co. Bitcoin?

Die Meinungen unter Marktbeobachtern und Experten gehen auseinander, wenn es um die Bitcoin-ETF-Anträge von BlackRock, Fidelity und Invesco geht.

Wie ernsthaft nehmen BlackRock, Fidelity Investments und Co. Bitcoin?

Die Meinungen unter Marktbeobachtern und Experten sind geteilt, wenn es um die Bitcoin-ETF-Anträge von BlackRock, Fidelity und Invesco geht. Einige deuten darauf hin, dass diese Unternehmen einfach schnell Geld verdienen wollen, während andere glauben, dass sie eine Vision für eine neue finanzielle Zukunft haben. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Situation.

Wir haben bereits ausführlich über die Bitcoin-ETF-Vorschläge von Wall Street-Riesen wie BlackRock, Fidelity Investments und Invesco berichtet. Eine umstrittene Frage ist, wie ernsthaft diese Vermögensverwalter der digitalen Assetklasse gegenüberstehen.

Bitcoin-ETFs: Schnell Geld verdienen?

Für den international bekannten Goldfreund und Bitcoin-Kritiker Peter Schiff ist die Sache klar. In einem Interview mit BTC-ECHO vergleicht er BlackRock und Co. mit Casino-Betreibern, die bewusst Geld aus den Taschen ihrer Kunden ziehen und rein opportunistisch handeln:

„Zuerst erzeugen sie Publicity, und wenn die Kurse gestiegen sind, verkaufen sie wieder und verwenden eventuell einen kleinen Teil dieses Gewinns, um einen Teil der Kosten für die Erstellung dieser Produkte zu decken. Es wirkt wie ein Pump-and-Dump-Schema.“

Schiff, der Bitcoin schon häufiger kritisch gegenübersteht, sieht die Bitcoin-Spot-ETFs als ein Trojanisches Pferd und ein Shell-Game, das nichts mit Überzeugungen zu tun hat. Im Gegenteil, sie manifestieren eher die Anti-Haltung von Wall Street gegenüber Bitcoin und anderen Kryptowährungen.

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BlackRock-CEO Larry Fink mit klaren Worten

Aber das ist Peter Schiffs Meinung. Schauen wir uns die Worte von BlackRock-CEO Larry Fink einmal genauer an. In einem Interview mit der Nachrichtensendung Fox Business äußerte er seine klare Überzeugung zu Bitcoin: „Krypto ist digitales Gold und Bitcoin ist eine internationale Anlage ... es kann eine Anlage sein, die Menschen als Alternative nutzen können“, fährt Fink fort.

Natürlich könnte man argumentieren, dass diese Aussage nur ein Teil der Verkaufsstrategie ist, sofern BlackRock die Genehmigung erhält, einen Bitcoin-Spot-ETF herauszugeben. Andererseits hat Larry Fink einen Ruf zu verlieren. Einen Ruf, den er damit aufs Spiel setzt. Auf jeden Fall kein unwichtiger Punkt für den Milliardär. Wenn Fink überhaupt nichts von Bitcoin halten würde, wäre es unglaublich, wenn er sich öffentlich zu einer derartigen Aussage herabließ.

Nur der Verwalter, nicht immer der Entscheider

Selbst wenn BlackRock mit seinen Beratern die Anlagestrategie seiner Kunden beeinflussen kann, sind es die Käufer selbst, die Kauf- und Verkaufsentscheidungen treffen. Ein ETF ist schließlich nur ein Angebot, das potenziellen Kunden gemacht wird. Im Gegensatz zu einem Hedgefonds mit aktivem Management sind die Hände eines ETF-Anbieters gebunden.

Eine Pump-and-Dump-Regelung, wie Peter Schiff vorhergesehen hat, ist daher ziemlich schwer von ETF-Vermögensverwaltern umzusetzen. Es ist daher unwahrscheinlich, dass BlackRock, genauso wie seine Bitcoin-Spot-ETF-Konkurrenten Fidelity Investments und Invesco, unmittelbar ein Interesse daran hat, Bitcoin nach unten zu drücken.

Meinungen über Bitcoin können sich ändern

Schiffs Kommentar ist daher vor allem sehr negativ, weil der Imageschaden für Vermögensverwalter bei einem Zusammenbruch von Bitcoin, wie Schiff vorhergesagt, enorm wäre. Und wie bekannt, sind die Meinungen von Wall-Street-Mitarbeitern sehr unterschiedlich. Kurz gesagt: Einige Mitarbeiter der Invest­ment-Giganten finden Bitcoin gut, andere im etablierten System finden es schlecht. Deshalb gibt es weder eine einheitliche Meinung noch eine eindeutige Investitionsstrategie zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen, auch wenn die Langzeitdynamik scheinbar nicht aufzuhalten ist.

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Vor allem, weil immer mehr Banker in der traditionellen Finanzwelt ihre Haltung zur digitalen Assetklasse ändern, je mehr Zeit vergeht. Das lässt sich am besten am eigenen Chef von BlackRock verdeutlichen. 2017 hatte er Bitcoin noch kritisch als einen „Index zur Geldwäsche“ bezeichnet. Die neue Frage an Larry Fink, ob Wall Street Bitcoin nun ernsthaft betrachtet, beantwortet er mit: „Ja, inzwischen schon“. Die Zeiten ändern sich.


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