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Woran Ethereum und Solana sich streiten

Bullishe News zu Solana schüren alte Debatten über die potenziell dominierende Blockchain-Technologie.

Woran Ethereum und Solana sich streiten

Bullishe News zu Solana schüren alte Debatten über die potenziell dominierende Blockchain-Technologie erneut.

Ja, der Kryptosektor steckt tief im Bärenmarkt. Das merkt man daran, dass die (verbliebenen) Befürworter offenbar nicht mehr viel besseres einzubringen scheinen, als eine neue Runde von „meine Blockchain gegen deine Blockchain“ zu starten. Wieder im Rampenlicht: Solana und Ethereum. Eigentlich hat beide Seiten nichts zu meckern. Daher gibt es einen Streit.

In der linken Ecke das Projekt, das mit florierenden Layer-2- und Staking-Ökosystemen ständig neue Allzeithochs erreicht, zumindest auf fundamentaler Ebene. In der rechten Ecke das Projekt, das nicht nur den Zusammenbruch von FTX zu überstehen scheint. Nein, Solana erzielt auch kommerzielle Erfolge im Heilungsjahr 2023, darunter eine Shopify-Partnerschaft und jüngst die Integration von Visa und USDC für weltweite Zahlungsabwicklung. Der Grund für die jüngste „Ruzie“ ist jedoch die Ankündigung von MakerDAO-Chef Rune Christensen, der Solanas Code für sein „NewChain“-Projekt nutzen will. Er wies alle Ethereum-Implementierungen als ungeeignet zurück. Die Empörung folgte sofort.

Die alte Geschichte: Tribalismus im Kryptoraum

Vor allem Ethereum-Gründer Vitalik Buterin schien diese News nicht sonderlich zu gefallen. Der etablierte DeFi-Spieler MakerDAO „torpediert sich in seltsame Richtungen“, sagte Buterin in einem View post on X. Er entledigte sich prompt der restlichen MKR-Anteile. Ob dies Protest gegen die Solana-Integration oder gegen die allgemeine Ausrichtung des DeFi-Projekts war, ist nicht klar. Doch nicht nur Buterin, sondern auch breite Teile der Ethereum-Community schienen nicht begeistert von Christensen­s vorgestelltem „View post on X“-Plan. Verweise auf bestehende Layer-2-Lösungen von Ethereum, wie die OP-Stack, fluteten bei Maker-Gründer auf. Er versuchte sichtbar, die Menge zu beruhigen.

View post on X

Was die Ethereum-Gemeinschaft als überstürzte Leichtsinnigkeit verachtete, sahen Solana-Anhänger inzwischen als klare Ermutigung. Während Ethereum-Anhänger auf Solanas Misserfolge in der Vergangenheit hinwiesen. Die Entscheidung Christophers gibt dem „schnellsten Blockchain der Welt“ die „Anerkennung, die es verdient“, wie ein Nutzer auf X behauptete. Der Vorschlag sei ein „Beweis für die harte Arbeit und die Technik hinter Solana“, fand ein anderer.

Solana und Ethereum: zusammen besser?

Es gab auch Versöhnungsversuche von Solana-Gründer Anatoly Yakovenko. „Alle Leute in Crypto“ seien laut ihm „gute Menschen“, die das Beste herausholen, indem sie konstant kritische Fragen stellen. Sein Verweis deutet darauf hin, dass die Kryptobranche eher Chancen auf die lang ersehnte Massenadoption hat – nicht Kämpfe Mann gegen Mann, sondern Hand in Hand.

View post on X

Bei Vias jüngster Integration von USDC-Zahlungen nutzt das Unternehmen sowohl Solana als auch Ethereum. MakerDAO plant auch nicht, Ethereum zu verlassen, sondern Yakovenkos Blockchain-Code für ein effizientes Backend-Design zu verwenden. Koexistenz scheint also nicht nur möglich, sondern für die gewünschte Anpassung unvermeidlich. In diesem Kontext spricht Christensen von einer „globalen, mehrkettigen Netzwerkwirtschaft“, die Blockchains bald formen werden. Beispiele wie LayerZero oder das neue CCI-Protokoll von Chainlink zeigen, dass Entwickler sich bereits auf diese Zukunft vorbereiten.

Für kommende Nutzer zählt nicht, welche Technologie im Hintergrund läuft. Worauf es ankommt, ist die Benutzererfahrung an der Frontend-Seite. Laut Maker-Gründer ist Ethereum nach wie vor am besten geeignet für die „user-facing Seite“ dank der Netzwerkeffekte. In den nächsten Jahren ist denkbar, dass hybride Projekte wie Neon EVM die Oberhand gewinnen. Wenn die „schnellste Blockchain der Welt“ und eine der sichersten zusammenkommen, könnte Krypto der Web3-Traum wieder näherkommen.


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