Three Arrows Capital (3AC) offiziell für insolvent erklärt.
Der Vorhang fällt für Three Arrows Capital (3AC).

Der Vorhang fällt für Three Arrows Capital (3AC). Das Unternehmen hat beim Gericht in New York Insolvenz beantragt. Dies bestätigt die langanhaltenden Gerüchte über das bekannte Hedgefonds-Unternehmen.
In Vorbereitung auf den Prozess hat ein Gericht auf den Britischen Jungferninseln Three Arrows Capital (3AC) aufgefordert, seine Vermögenswerte zu liquidieren. Der 3AC-Fall ist kennzeichnend für den aktuellen Bitcoin-Crash und die Schockwelle, die er auslöst. 3AC ist nämlich einer der größten Hedgefonds in der Branche. Laut nicht bestätigten Quellen soll 3AC mit extremen Hebeleffekten spekuliert haben. Insbesondere in der Chaos um Terra (LUNA) und Lido Staked Ether (stETH) erlitt das Unternehmen enorme Verluste.
Letzte Woche meldete der BTC-Börse Voyager eine Zahlungsrückstand von 670 Millionen USD von 3AC. Es gibt weiterhin keine Spur von den Gründern Kyle Davies und Su Zhu. Letzterer ist ein ernsthafter Influencer in der Branche und hat inzwischen mehr als 500.000 Follower auf Twitter. Aufgrund widersprüchlicher Aussagen sprechen Marktbeobachter bereits von möglicher Marktmanipulation.
Zudem hat das Unternehmen mehrere Tochtergesellschaften, die über vage Konstrukte und Steueroasen wie die Kaimaninseln registriert sind. Laut einer Untersuchung von Coindesk soll 3AC eine eigene Handelsdesk bei Tai Ping Shan Capital (TPS) in dem Steuerparadies betrieben haben. Das Pikante daran ist, dass TPS Capital trotz des Insolvenzverfahrens seine Aktivitäten fortsetzt.
Unterdessen ermitteln die Singaporeaner Behörden ebenfalls gegen den Hedgefonds. Nach dem Inhalt des Jahresberichts 2020 verwaltete 3AC nur Beträge in Millionen USD statt der gerüchteten Milliarden USD.