Handelsvolumen bei Kryptowährungen sinkt unter 10 Milliarden US-Dollar
Kurz vor Jahresende verzeichnet das tägliche Handelsvolumen von Kryptowährungen ein neues Tief.

Kurz vor dem Jahresende verzeichnet das tägliche Handelsvolumen von Kryptowährungen ein neues Tief. Wie soll diese Entwicklung eingeordnet werden?
Das tägliche Handelsvolumen von Kryptowährungen sank während der Feiertage erstmals seit 2020 unter die Marke von 10 Milliarden US-Dollar. Seither ist der gleitende Durchschnitt (7 Tage) weiter gefallen. Den Daten von The Block zufolge handelt es sich um ca. acht Milliarden Dollar.
Es können verschiedene Gründe dafür sein, sagt BTC-ECHO-Marktdeskundiger Stefan Lübeck: "Einerseits hängt diese Entwicklung in erheblichem Maße mit der Verringerung des Risikoinvestitionsverhaltens institutioneller Anleger zusammen. Seit die US-Notenbank Anfang dieses Jahres begonnen hat, Liquidität aus dem Finanzmarkt abzuziehen, um das Inflationsproblem zu bekämpfen, scheuen sich professionelle Anleger zunehmend vor großen Investitionen in risikoreiche Vermögensklassen."
Dies hat auch Auswirkungen auf den Kryptomarkt, sagt Lübeck: "Andererseits wechseln Anleger im Kryptoraum zunehmend zum Hodlen (also lang halten) ihrer Krypto-Belägen, um die Positionen – teils steuerfrei – in der nächsten Bullenmarkt verkaufen zu können. Da auch die Volatilität am Markt in den letzten Monaten gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken ist, ist auch die Chance auf kurzfristige Handelsgewinne stark gesunken."
Der Marktdesigner ist jedoch optimistisch: "Wie in der Vergangenheit sollte sich diese Entwicklung umkehren, sobald die Bitcoin-Halbierung wieder die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich zieht. Ob die Situation nun schwer ist oder nicht, antizyklisches Investieren und Durchhalten beim Investieren an den Finanzmärkten ist immer eine gute Strategie gewesen, um langfristig Gewinne zu erzielen", so Lübeck.
Der Bärenmarkt hat im vergangenen Monat die Kryptomarkt stark beeinflusst. Viele Unternehmen in der Branche hatten Liquiditätsprobleme, wodurch viele bereits gefallen sind. Das größte Beispiel hiervon ist FTX. Das Unternehmen des festgenommenen SBF löste ein Dominoeffekt aus.