Triple-A verliert nach Wallet-Drain 9,7 Millionen US-Dollar aus Hot Wallets
Das Zahlungsunternehmen, das bei Stablecoin-Transaktionen über mehrere Blockchains aktiv ist, sah, wie die Gelder über TRON, Ethereum, Polygon und Arbitrum in eine einzige ETH-Wallet verschoben wurden.

Wichtigste Erkenntnisse
- Triple-A verlor durch einen Wallet-Drain aus Hot Wallets mehr als 9,7 $ Millionen.
- Die Gelder wurden über TRON, Ethereum, Polygon und Arbitrum verschoben und landeten in einer einzigen Ethereum-Wallet.
- Der Vorfall reiht sich in eine Serie jüngster Angriffe auf Krypto-Sicherheit und Wallet-Infrastruktur ein.
Das Zahlungsunternehmen Triple-A ist von einem Wallet-Drain in Höhe von mehr als 9,7 $ Millionen (8,5 € Millionen) betroffen. Nach Angaben des On-Chain-Analysten Specter fielen die ausgehenden Transaktionen bereits früher heute auf, während die betroffenen Gelder über mehrere Blockchains bewegt und schließlich in einer einzigen Ethereum-Wallet gebündelt wurden.
Gelder in eine Wallet verschoben
Der Angriff lief über TRON, Ethereum, Polygon und Arbitrum. Dabei wurden die Assets zunächst geswappt und anschließend über Bridges zu Ethereum transferiert. Laut Analyse befinden sich in der Wallet 0x01F83B5d4fb30E8AA3daC1681B4048D9135253b1 inzwischen rund 5.227 ETH, was etwa 9,7 $ Millionen (8,5 € Millionen) entspricht.
Specter schrieb, es habe den Anschein gehabt, als habe das Team den Vorfall noch nicht bemerkt, da Einzahlungen nicht deaktiviert gewesen seien und neue Deposits unmittelbar abgezogen worden seien. Triple-A hatte sich bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht zu den Abflüssen geäußert. BeInCrypto teilte mit, man habe für eine Stellungnahme Kontakt aufgenommen.
Hot Wallets bleiben anfällig
Triple-A ist ein Zahlungsunternehmen, das sich auf Stablecoin-Transaktionen über mehrere Blockchains spezialisiert hat. Gerade Hot Wallets, die dauerhaft online verbunden sind, gelten dabei als besonders angreifbar im Vergleich zu Cold Wallets, die offline verwahrt werden. Für Anbieter von Krypto-Zahlungen oder Custody-Diensten ist der Vorfall deshalb relevant, zumal Angriffe auf Wallet-Infrastruktur häufiger vorkommen als Smart-Contract-Exploits. Ein ähnliches Muster zeigte sich auch bei privaten Schlüsseln und operativen Schwachstellen, die laut Sicherheitsforschern weiterhin für einen großen Teil der Hacks verantwortlich sind.
Mehr Druck auf die Krypto-Sicherheit
Der Wallet-Drain trifft die Branche in einer Phase, in der bereits mehrere schwere Vorfälle gemeldet wurden. On-Chain-Tracker registrierten am 23. Juli drei separate Angriffe mit einem Gesamtwert von 35,55 $ Millionen (31,2 € Millionen), darunter AFX Trade, die Verus Ethereum Bridge und B2 Network. In der ersten Hälfte von 2026 zählte die Branche 52 bestätigte sogenannte Wrench Attacks mit einer Gesamtexponierung von 124,1 $ Millionen (109 € Millionen). Das spricht dafür, dass Sicherheit rund um Wallets und operative Abläufe für Kryptounternehmen weiter an Bedeutung gewinnt.