VAE-Behörden dementieren Golden-Visa-Programm für TON-Staker
Was am vergangenen Wochenende noch wie ein Durchbruch bei der Krypto-Adoption in den VAE klang, wurde binnen 24 Stunden eindeutig vom Tisch gewischt.

Was am vergangenen Wochenende noch wie ein Durchbruch bei der Krypto-Adoption in den VAE klang, wurde innerhalb von 24 Stunden eindeutig vom Tisch gewischt. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nämlich dementiert dass das Staken von Toncoin (TON) den Zugang zum prestigeträchtigen Golden-Visa-Programm ermöglicht – im Gegensatz zu dem, was die TON Foundation zuvor behauptete.
Regulatoren treten auf die Bremse
Die VAE-Behörden, darunter der föderale Dienst für Identität, Staatsbürgerschaft, Zoll und Hafensicherheit, die Securities and Commodities Authority (SCA) und Dubais Virtual Assets Regulatory Authority (VARA), gaben am Montag eine gemeinsame Erklärung bekannt. Ihre Botschaft: Es gibt kein Regelwerk, bei dem das Staken von TON zu einem Aufenthaltsvisum führt.
Noch stärker betonten sie, dass Investitionen in digitale Vermögenswerte nicht für das Zehnjahresvisum infrage kommen und dass TON in Dubai nicht reguliert oder lizenziert ist.
Die Ankündigung, die Schlagzeilen machte
Der Wirbel begann am Sonntag, als Max Crown, CEO der TON Foundation, dem Team hinter dem Telegram-basierten Krypto-Ökosystem, verkündete, dass Inhaber von TON sich durch Staken für ein Golden Visa qualifizieren könnten. Die Bedingungen? Mindestens drei Jahre TON im Wert von 100.000 $ staken, plus eine einmalige Bearbeitungsgebühr von 35.000 $.
Der Kurs von TON schoss sofort nach oben und durchbrach kurzzeitig die Schwelle von 3 $. Doch die Feier war von kurzer Dauer: Nach dem offiziellen Dementi der VAE-Behörden fiel der Coin wieder auf 2,80 $.
Nicht der erste Kommunikationsfehler rund um TON
Bemerkenswert ist, dass diese Desillusion nicht für sich allein steht. Im Mai wurde auch schon über eine Zusammenarbeit zwischen Telegram und Elon Musks KI-Unternehmen xAI spekuliert – eine Nachricht, die Telegram-Gründer Pavel Durov begeistert auf X teilte. Aber auch diese Geschichte wurde kurz darauf von Musk relativiert: Es war noch kein Vertrag unterzeichnet.
Märkte schauen woanders nach Klarheit
Während Toncoin seine Wunden leckt, halten Bitcoin und die traditionellen Märkte sich ruhig. Investoren warten auf weitere Details zur US-Zollpolitik. Die geplante Importpause bis zum 9. Juli scheint inzwischen bis zum 1. August verlängert worden zu sein, so Finanzminister Scott Bessent.
Fazit: Der Hype um Krypto und Visa klingt attraktiv, aber Regulierungen sind selten so locker wie die Versprechen. Wie üblich gilt: Vertrauen ist gut, aber Verifikation (durch die Behörden) ist besser.