Finst

Upbit und Visa testen Stablecoins und KI-Zahlungen

Visa und Upbit prüfen Stablecoin-Settlement und KI-Zahlungen in Südkorea, wo neue Regeln und Bankpartner den Markt für digitale Assets beschleunigen.

Upbit und Visa testen Stablecoins und KI-Zahlungen

Wichtigste Erkenntnisse

  • Visa arbeitet mit Upbit und Dunamu an Stablecoin-Zahlungen und KI-gestütztem Settlement in Südkorea.
  • Die Parteien untersuchen auch neue Zahlungs- und Abrechnungsmodelle rund um OUSD und agentic commerce.
  • Südkorea verschärft die Stablecoin-Regeln, während große Akteure wie Visa, Shinhan und Samsung ihre Krypto-Aktivitäten ausbauen.

Visa will mit Upbit, der größten Krypto-Exchange Südkoreas, bei Stablecoin-Zahlungen und KI-gestütztem Settlement zusammenarbeiten. Der Deal folgt kurz auf eine ähnliche Vereinbarung mit der Shinhan Financial Group und zeigt, dass Visa seine Digital-Asset-Dienste weiter in einem der größten Kryptomärkte Asiens ausrollt.

Neuer Schritt für Upbit

Dunamu, der Betreiber hinter Upbit, will gemeinsam mit Visa Finanzdienstleistungen auf Basis von Stablecoins und künstlicher Intelligenz entwickeln. Laut der Korea Herald wollen beide Parteien auch neue Zahlungs- und Abrechnungsmodelle rund um OUSD prüfen, einen Stablecoin mit offenem Standard.

Die Zusammenarbeit geht über Zahlungen hinaus. Visa und Dunamu wollen auch KI-getriebene Zahlungsdienste und Infrastruktur für agentic commerce untersuchen, bei denen KI-Agenten Produkte oder Dienstleistungen suchen und Käufe im Namen von Nutzern abschließen. Das passt zu einer breiteren Verschiebung, in der Krypto, Stablecoins und Automatisierung bei Zahlungsanwendungen immer häufiger gemeinsam genannt werden.

Südkorea macht weiter

Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Südkorea mit Hochdruck an neuer Stablecoin-Infrastruktur arbeitet. Das Land zählt laut CoinGecko mindestens 16 Millionen Krypto-Nutzer, was es für internationale Zahlungsunternehmen und Kryptounternehmen besonders interessant macht.

Visa steht dabei nicht allein. Bereits Anfang dieser Woche meldete das Unternehmen einen ähnlichen Deal über Settlement-Infrastruktur mit der Shinhan Financial Group. Im Mai kaufte Samsung einen Anteil von 4% an Dunamu, während Mirae Asset am Donnerstag seine Krypto-Ambitionen für Digital X nach der Übernahme dieser Exchange im Juli skizzierte. Visa hat zudem schon früher auf diese Kombination aus Zahlungen und KI gesetzt, unter anderem in seiner breiteren Stablecoin- und KI-Strategie.

Auch die Regulierung zieht mit. Der Digital Asset Basic Act, der Anfang 2026 eingeführt wurde, schreibt vor, dass Stablecoin-Emittenten mindestens 5 Milliarden Won an Kapitalreserven halten. Die Financial Services Commission hat außerdem vorgeschlagen, dass Reserven vollständig in Bankeinlagen oder Staatsanleihen gehalten werden und zu 100% bei anerkannten Verwahrern liegen. Das macht deutlich, dass Stablecoins in Südkorea nicht nur ein kommerzielles Thema sind, sondern auch ein politisches Dossier.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem interessant, weil es zeigt, wie Stablecoins immer häufiger in bestehende Zahlungsnetzwerke eingebunden werden. Wenn große Akteure wie Visa, Banken und Krypto-Exchanges dieselbe Infrastruktur testen, könnte das die Grenze zwischen traditionellen Zahlungen und Krypto weiter verwischen. Es zeigt auch, dass KI-Zahlungen nicht mehr nur ein Konzept sind, sondern bereits Teil konkreter Kooperationen werden.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.