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Upbit setzt Zilliqa nach Ledger-Bug auf Delist-Watch

Die koreanische Börse friert Ein- und Auszahlungen ein, während Zilliqa einen Wiederherstellungsplan für betroffene Ledger-Nutzer ausarbeitet. Der Ledger-Bug führte bereits zu gestohlenem ZIL und zusätzlichem Druck auf den Kurs.

Upbit setzt Zilliqa nach Ledger-Bug auf Delist-Watch

Wichtigste Erkenntnisse

  • Upbit hat Zilliqa nach einem kritischen Ledger-Bug auf Delist-Watch gesetzt, durch den private Keys von Nutzern offengelegt werden konnten.
  • Zilliqa teilte mit, dass native ZIL-Transaktionen ausgesetzt sind und betroffene Keys ersetzt werden müssen.
  • Upbit hat Ein- und Auszahlungen von ZIL eingefroren und prüft die Handelspaare bis in die Woche vom 17. August.

Upbit hat Zilliqa (ZIL) auf Delist-Watch gesetzt, nachdem ein schwerwiegender Fehler in der Ledger-Wallet-App dazu geführt hatte, dass private Keys von Nutzern offengelegt werden konnten. Die Entscheidung folgte kurz nach der Mitteilung von Zilliqa und setzte den Kurs von ZIL zusätzlich unter Druck. Im Zuge der Reaktion der Trader fiel der Token um etwa 10 %.

Ledger-Bug trifft Zilliqa

Zilliqa teilte am Mittwoch mit, dass jede Version der Ledger-Wallet-App seit dem Start denselben Fehler enthalten habe. Auslöser war ein einfacher Kopierfehler: Ein Teil der Zufallszahl, die jede Signatur absichern soll, wurde auf null gesetzt. Dadurch kann ein Angreifer nach rund fünf nativen Transaktionen einen private Key innerhalb weniger Sekunden auf einem normalen Computer rekonstruieren.

Nach Angaben von Zilliqa begann der Exploit am 19. Juli. Einen Tag später meldete ein Exchange-Partner, dass ZIL aus einer Cold Wallet gestohlen worden sei. Daraufhin half KuCoin bei der Nachverfolgung des Bugs. Am 21. Juli wurde der Fehler bestätigt. Zilliqa warnte, dass jedes Konto, das etwa fünf oder mehr native Transaktionen über die Zilliqa Ledger-App signiert hat, als kompromittiert gelten sollte.

Handel und Wallets unter Druck

Native ZIL-Transaktionen sind inzwischen ausgesetzt. Betroffene Keys müssen ersetzt werden, weil die geleakten Signaturen on-chain bestehen bleiben. Laut Zilliqa sind Ethereum-Virtual-Machine-Transaktionen und Software-Wallets nicht betroffen.

Für europäische und koreanische Krypto-Beobachter ist der Fall auch deshalb sensibel, weil Ledger-Hardware-Wallets schon mehrfach wegen Sicherheitsfragen im Fokus standen, unter anderem wegen früherer Schwachstellen und Diskussionen rund um Key Recovery. Der Vorfall zeigt erneut, wie stark sich schon ein kleiner Fehler in Signing-Software auswirken kann, vor allem wenn ein Token wie ZIL auch eine Rolle im Netzwerk selbst spielt. Ähnliche Risiken sind auch im breiteren Sektor bekannt: Bei einer jüngsten Wallet-Schwachstelle reichte ein Fehler bei der Zufallszahlengenerierung aus, um Hunderte Wallets zu treffen.

Upbit hält Trading-Support aufrecht

Upbit unterliegt dem koreanischen Virtual Asset User Protection Act, einem Gesetz aus dem Jahr 2024, das Anleger schützen soll. Die Exchange hat die Handelspaare ZIL/KRW und ZIL/BTC unter Beobachtung gestellt und Ein- und Auszahlungen seit dem 20. Juli eingefroren. Die Prüfung läuft bis in die Woche vom 17. August.

ZIL wurde zuletzt bei rund 0.002 $5 (0.002 €2) gehandelt und markierte am Mittwoch ein Rekordtief von 0.002 $35 (0.002 €1). Der Token liegt damit etwa 17 % unter dem Stand von vor einer Woche und fast 99 % unter dem Hoch vom Mai 2021. Zilliqa sagt, dass ein Wiederherstellungsplan für betroffene Salden vorbereitet wird. Wie diese Abwicklung ausfällt, dürfte mit darüber entscheiden, ob Upbit die Warnung zurückzieht oder den Trading-Support endgültig beendet.


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