U.S. Bank testet Stablecoin USBDC auf Stellar
Die Bank testete den Coin auf Stellar für eine Live-Cross-Border-Zahlung zwischen Nordamerika und Europa. U.S. Bank prüft nun auch Anwendungen für Treasury und Liquiditätsmanagement.

Wichtigste Erkenntnisse
- U.S. Bank testete ihren Stablecoin USBDC mit einer Live-Cross-Border-Zahlung zwischen Nordamerika und Europa.
- Der Test zeigte, dass USBDC über die Digital Asset Platform gemint, zurückgekauft, eingefroren und zurückgeholt werden kann.
- U.S. Bank prüft breitere Anwendungen für Zahlungen, Treasury und Liquiditätsmanagement, nannte aber noch kein Datum für einen kommerziellen Start.
U.S. Bank rückt ihren eigenen Stablecoin USBDC nach einer Live-Cross-Border-Zahlung zwischen Bankeinheiten in Nordamerika und Europa weiter in den Fokus. Die Bank prüft nun breitere Anwendungen für Zahlungen, Treasury und Liquiditätsmanagement, nannte aber noch kein Datum für eine kommerzielle Einführung.
Live-Test mit USBDC
Die in Minneapolis ansässige Bank sagte, die Transaktion habe gezeigt, dass USBDC gemint, zurückgekauft, eingefroren und zurückgeholt werden kann. Damit testete U.S. Bank nicht nur den Coin selbst, sondern auch die intern entwickelte Digital Asset Platform, die Blockchain-Netzwerke mit Systemen für Finance, Compliance, Risk und Operations verbindet.
Laut CEO Gunjan Kedia zeigt der Pilot, dass die Bank globales Cash Management und den Geldverkehr schneller machen kann. Der Test lief über die Stellar-Blockchain und folgte auf die Ankündigung vom November, dass U.S. Bank gemeinsam mit der Stellar Development Foundation mit einer eigenen Stablecoin-Emission experimentiert.
Mehr Banken steigen ein
Der Schritt passt in eine breitere Bewegung unter großen Finanzinstituten. In der vergangenen Woche kündigten 21 Banken und Finanzunternehmen, darunter Bank of America, Citi, Goldman Sachs und UBS, Pläne an, gemeinsam ein Unternehmen für einen Dollar-Stablecoin aufzubauen. Diese Gruppe zielt auf einen Start in der ersten Hälfte von 2027 und will danach möglicherweise weitere Währungen hinzufügen.
Auch in Europa wächst die Aufmerksamkeit für Stablecoins. Im Mai gründeten europäische Banken das Konsortium Qivalis, um einen eurogedeckten Stablecoin zu entwickeln. Für Banken ist der Reiz klar: Stablecoins können grenzüberschreitende Zahlungen und die Abwicklung digitaler Assets vereinfachen und sich zugleich für Treasury- und Collateral-Prozesse nutzen lassen.
Warum das relevant ist
Für europäische Krypto-Nutzer ist vor allem relevant, dass Stablecoins immer häufiger außerhalb des Kryptomarkts selbst getestet werden. Wenn große Banken diese Tokens für Zahlungen und Liquidität einsetzen, könnte das die Brücke zwischen traditioneller Finance und Blockchain weiter verkleinern. Gleichzeitig ist die kommerzielle Einführung von USBDC noch offen, weshalb die praktische Wirkung vorerst begrenzt bleibt.
Auch andere große Akteure setzen Stablecoins zunehmend für internationale Zahlungen ein. So kaufte Circle eine Zahlungsplattform in Asien, um USDC besser für grenzüberschreitenden Geschäftszahlungsverkehr und stärkere Payment Rails in der Region zu positionieren.