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USA arbeiten weiter an Bitcoin-Reserve trotz offener Zuständigkeiten

Das Weiße Haus sucht weiter nach einer Verwaltungs- und Rechtsgrundlage, während Finanz- und Handelsministerium um die Zuständigkeit ringen. Die USA halten bereits rund 328.372 BTC, eine formelle Gesetzgebung fehlt aber noch.

USA arbeiten weiter an Bitcoin-Reserve trotz offener Zuständigkeiten

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die US-Regierung arbeitet weiter an einer strategischen Bitcoin-Reserve, mehr als 16 Monate nach Trumps Anordnung.
  • Finanz- und Handelsministerium ringen um die Verwaltung, während Bundesbehörden bestehende Krypto-Positionen erfassen.
  • Für die vollständige Umsetzung braucht es wahrscheinlich auch die Zustimmung des Congress; die USA besitzen schätzungsweise 328.372 BTC.

Mehr als 16 Monate nach der Anordnung von Präsident Donald Trump arbeitet die US-Regierung weiterhin an einer strategischen Bitcoin-Reserve. Nach Angaben des Weißen Hauses wird noch geprüft, welche Struktur sich sowohl für eine langfristige Bitcoin-Reserve als auch für einen separaten Bestand anderer Krypto am besten eignet.

Treasury und Commerce ringen um die Zuständigkeit

Bloomberg berichtete am Montag, dass sich sowohl das Finanzministerium als auch das Handelsministerium um die Verwaltung der Mittel bemühen. Das dürfte den Prozess zusätzlich verkomplizieren, während Bundesbehörden parallel erfassen, welche Krypto-Bestände die USA bereits halten und wie diese Positionen künftig verwahrt werden sollen.

Im März 2025 hatte Trump den Prozess per Executive Order mit einer Strategic Bitcoin Reserve und einem separaten U.S. Digital Asset Stockpile angestoßen. Von einer abgeschlossenen Politik ist das bislang aber noch weit entfernt. Gegenüber CoinDesk erklärte das Weiße Haus, die Regierung prüfe weiterhin die beste Struktur für beide Fonds.

Gesetzgebung bleibt nötig

Nach Einschätzung von Krypto-Berater Patrick Witt und seinem Vorgänger dürfte für eine vollständige Umsetzung auch die Zustimmung des Congress erforderlich sein. Präsidentielle Anordnungen haben nicht dieselbe rechtliche Wirkung wie Gesetzgebung, und bislang wurde kein Gesetzentwurf vorangebracht, der Trumps Plan offiziell verankern würde. Das macht den Zeitplan zusätzlich unsicher, zumal die Midterms näher rücken.

Hinzu kommt: Die Reserve ist als langfristiger Bestand gedacht. Das passt nur bedingt zur klassischen Definition einer strategischen Reserve, die normalerweise vor allem in Krisen oder bei Marktstress eingesetzt wird. Hier geht es also eher ums Halten als ums Ausgeben.

Warum das relevant bleibt

Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem relevant, dass die USA damit eine der sichtbarsten staatlichen Bitcoin-Positionen weiter ordnen wollen. Die US-Regierung hält nach aktuellen Schätzungen rund 328.372 BTC und damit die größte bekannte staatliche Bitcoin-Position der Welt. Entsprechend dürfte jeder Schritt bei Verwaltung, Gesetzgebung und Custody die breitere Debatte darüber beeinflussen, wie Staaten Krypto als Reserve-Asset behandeln.

Die Diskussion über eine Staatsreserve steht zudem nicht losgelöst von Trumps allgemeiner Krypto-Position. Erst kürzlich sagte er, dass Bitcoin irgendwann eine Rolle in den neuen Trump Accounts für Kinder spielen könnte, auch wenn dafür vermutlich neue Gesetzgebung nötig wäre.


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