US-Justizministerium widersetzt sich gegen Zeugenaussagen von Sam Bankman-Fried
FTX-Gründer Sam Bankman-Fried (SBF) wird im Oktober erneut vor Gericht vernommen, um seine Schuld im Kryptoskandal festzustellen.

FTX-Gründer Sam Bankman-Fried (SBF) wird im Oktober erneut vor Gericht vernommen, um seine Schuld in dem Kryptoskandal festzustellen. Das US-Justizministerium verlangt nun, dass alle vorgeschlagenen Zeugen von SBF vom Gericht abgelehnt werden.
Das US-Justizministerium widersetzt sich den Zeugen von Sam Bankman-Fried. In Dokumenten, die gestern, den 28. August, vom Bundesamt eingereicht wurden, steht: "Die von der Verteidigung vorgeschlagenen Sachverständigen und damit verbundene Offenlegungen weisen eine Reihe von Mängeln auf, die den Ausschluss aller sieben Zeugen rechtfertigen."
Die Zeugenaussagen würden in dieser Hinsicht "auf dem grundlegendsten Niveau unzureichend sein". Das Ministerium, das dem Attorney General of the United States berichtet, hat ernsthafte Zweifel an deren Glaubwürdigkeit.
Weiterhin würden die Aussagen der Experten keine verlässliche Methodik aufweisen und könnten nicht durch Fakten oder Daten gestützt werden. Außerdem seien die Gutachten irrelevant, voreingenommen und verwirrend für die Jury.
Unter den sieben Zeugen befinden sich ein britischer Anwalt, die Leiter von vier verschiedenen Beratungsagenturen, ein Professor der Rechtswissenschaften und ein Assistant Professor an einer Business School.
Laut den Unterlagen hat das US-Justizministerium beantragt, eine Daubert-Hörung abzuhalten, falls verschiedene Zeugen nicht ausgeschlossen werden. Eine Daubert-Hörung ermöglicht beiden Parteien in einem Rechtsstreit, den bestrittenen Experten in einer öffentlichen Verhandlung zu befragen, um seine oder ihre Zulässigkeit zu bewerten.
Nach Angaben von Bankman-Frieds Anwälten erlangte das US-Justizministerium am 25. August eine neue Beweisreihe gegen ihn, die weitere vier Millionen Seiten Beweismaterial enthielt. Dieses Material wurde weniger als sechs Wochen vor dem Prozess, der für den 3. Oktober geplant war, freigegeben.