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USA setzt auf internationale Kryptoregeln

Das US-Finanzministerium hat Rahmenkonzepte vorgeschlagen, um die internationalen Regeln im Kryptobereich zu wahren.

USA setzt auf internationale Kryptoregeln

Das US-Finanzministerium hat Rahmenkonzepte vorgeschlagen, um die internationalen Regeln im Kryptobereich zu wahren. Die Untersuchungen zu Terra gehen auch in anderen Ländern weiter.

Internationale Krypto-Regeln: US-Finanzministerium veröffentlicht Informationsblatt

Seit Präsident Joe Biden die Regulierung von Krypto per Dekret zur Regierungsaufgabe erklärt hat, drehen sich die politischen Mühlen in Washington. Am vergangenen Donnerstag hat das Finanzministerium die ersten Ergebnisse seiner Arbeiten vorgestellt: Ein Informationsblatt mit Vorschlägen für die Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden anderer Staaten. Das Finanzministerium unter Janet Yellen hat daran zusammen mit anderen US-Behörden gearbeitet. Das Ergebnis ist ein Rahmenwerk, das darauf abzielt, die Entwicklung digitaler Vermögenswerte zu fördern und gleichzeitig an den demokratischen Kernwerten der USA festzuhalten. Gleichzeitig sollen Verbraucher, Anleger und Unternehmen geschützt und das Risiko von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung auf ein Minimum reduziert werden. Dazu wollen die USA mit der G7 und der G20 kooperieren. Gemeinsam sollen einheitliche Leitlinien für grenzüberschreitende Zahlungen und digitale Zahlungsinfrastrukturen entwickelt werden. Es ist auch eine Zusammenarbeit mit internationalen Institutionen geplant, wie der Financial Action Task Force, dem Financial Stability Board und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Forscher aus den USA und Südkorea teilen Terra-Daten

Abgesehen von der Debatte über Regulierung erweitert die USA auch die internationale Zusammenarbeit in Kryptofragen. Sowohl in den USA als auch in Terras Heimatland, Südkorea, laufen Untersuchungen gegen die Hintermänner hinter dem gescheiterten Stablecoin Terra. Beide Länder wollen nun bei der strafrechtlichen Untersuchung zum Crash zusammenarbeiten und Untersuchungsdaten austauschen. Die Kooperationsvereinbarung ist das Ergebnis eines Treffens des südkoreanischen Justizministers Han Dong-hoon und US-Justizermittlern in New York. Vertreter beider Länder haben am 6. Juni vereinbart, bei der Untersuchung von Finanzverbrechen zusammenzuarbeiten. Sie sprachen auch ausdrücklich den Terra-Fall an. Während Südkorea Betrug untersucht, prüft die US-Securities and Exchange Commission (SEC) Terra-Marketing vor dem Crash.

Italien investiert massiv in die Blockchainbranche

Unterdessen hat in Europa die italienische Regierung ihr Vertrauen in Blockchain und die Krypto-Welt unterstrichen. Rom plant Projekte, die Blockchain, künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge (IoT) nutzen, mit insgesamt 45 Millionen Euro zu unterstützen. "Wir unterstützen die Investitionen von Unternehmen in Spitzentechnologien, um die Modernisierung von Produktionssystemen voranzutreiben durch besser vernetzte, effizientere, sichere und schnelle Betriebsmodelle", so der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Giancarlo Giorgetti. Die Zuschüsse stehen grundsätzlich Unternehmen jeder Größe offen. Sie können beantragt werden für Projekte aus einem breiten Spektrum von Wirtschaftssektoren.

Krypto-skeptische Konferenz in London geplant

Während Italien sich so stark für die Technologie hinter der Kryptobranche einsetzt, braut sich auf der anderen Seite des Kanals ein Sturm zusammen. Die prominente Krypto-Kritikerin Amy Castor lädt Menschen zum Crypto Policy Symposium in London am 5. und 6. September ein – die erste Konferenz, die Krypto-Skeptikern ein Podium bietet. Hinter der Veranstaltung stehen Software-Entwickler Stephen Diehl und Martin Walker – Leiter einer Management-Denkfabrik. Das Crypto Policy Symposium soll Skeptikern ermöglichen, sich direkt mit Politikern auszutauschen. Ziel ist es, den Einfluss von Krypto-Lobbyisten zu begegnen, die laut den Organisatoren die politische Debatte zu diesem Thema prägen. Die Konferenz wird aus einer Reihe von Diskussionspanels bestehen, von denen einige online stattfinden werden.

Indien: massiver Handelseinbruch seit Kryptosteuer

Dass zu viel Skepsis gegenüber Krypto die Branche beeinträchtigen kann, beweist der Fall Indien. Aufgrund der restriktiven Kryptoverordnung sank das Handelsvolumen der meisten Bitcoin-Börsen im Land. Die Ursache ist eine 30-prozentige Steuer auf alle Gewinne aus Krypto. Vor Kurzem kam eine Transaktionssteuer von ein Prozent als zweite Bestimmung hinzu. Aus einer Kundenbefragung der großen Börse WazirX hat sich gezeigt, dass die meisten Trader die rechtliche Situation für den Rückgang ihrer Handelsaktivität verantwortlich machen. Ohne eine Anpassung der Rechtslage steht die indische Krypto-Industrie vor großen Problemen. Unterdessen werden Händler dazu gedrängt, Angebote aus dem Ausland zu handeln oder Angebote außerhalb des Regelungskorridors zu handeln.


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