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USA sanktionieren Kryptowallets russischer Neonazis

Das US-Finanzministerium sanktioniert fünf Adressen russischer Neonazis.

USA sanktionieren Kryptowallets russischer Neonazis

Das US-Finanzministerium sanktioniert fünf Adressen russischer Neonazis. Sie sollen unter anderem Kriegsverbrechen in der Ukraine begangen haben.

Das US-Finanzministerium hat am vergangenen Donnerstag, dem 15. September, neue Sanktionen gegen 22 russische Funktionäre und zwei Organisationen veröffentlicht. Die Behörde setzt unter anderem fünf Wallet-Adressen auf die Schwarze Liste. Die digitalen Portemonnees sollen verbunden sein mit der "Task Force Rusich", einer paramilitärischen Neonazimiliz, die auf russischer Seite im Krieg in der Ukraine kämpft. Die Sanktionen betreffen zwei Bitcoin- und Ethereum-Adressen sowie eine Tether-Wallet.

"Die Vereinigten Staaten werden stark handeln, um Russland für seine Kriegsverbrechen, Grausamkeiten und Aggressionsakte zur Rechenschaft zu ziehen", sagte Finanzministerin Janet L. Yellen in der Pressemitteilung.

Rusich soll aktiv an Kämpfen teilgenommen haben, als Teil der berüchtigten Privatarmee Wagner in der Ukraine um die Millionenstadt Charkiw. Die Führung um Alexey Milchakov und Yan Petrovskiy wird unter anderem der Entweihung von Leichen und der Folterung von Kriegsgefangenen beschuldigt.

Wie die US-Analysefirma Chainalysis Ende Juli in einem Bericht feststellte, hatte Rusich seit Kriegsbeginn Tausende US-Dollar an Kryptospenden via verschiedene Social-Media-Konten erhalten.

Insgesamt erreichten prorussische Milizen und Propagandasites etwa 2,2 Millionen Dollar. Die meisten Organisationen investierten das Geld in militärische Ausrüstung. Chainalysis sagte jedoch, es sei unklar, wie und vor allem wo das Material genau beschafft wurde.

Ukraine kauft Drohnen mit Kryptospenden

Seit Ausbruch des Krieges hat die Ukraine auch einen Zustrom von Kryptospenden verzeichnet. Wie Mykhailo Fedorov, der ukrainische Minister für Informatik, im August erklärte, hat das Land allein aus dem NGO-Projekt "AidForUkraine" 54,6 Millionen Dollar erhalten. Damit wurden unter anderem Aufklärungsdrohnen, gepanzerte Westen und Computertechnologie finanziert. Insgesamt ist die Spendenbereitschaft jedoch deutlich zurückgegangen, sagte Michael Chobanian, CEO der ukrainischen Kryptobörse Kuna.

Nach Geländeverlusten läuft seit Anfang September im Osten der Ukraine eine Gegenoffensive von Kiew. Laut Präsident Zelenski wurden mehr als 6.000 Quadratkilometer von den russischen Besatzern zurückerobert. Bei den Befreiungsoperationen fanden ukrainische Ermittler insgesamt 433 Gräber in einem Wald in der Kleinstadt Isyum nahe der Metropole Charkiw. Ausgrabungen laufen derzeit. Kiew spricht von russischen Kriegsverbrechen, der Kreml lehnt die Beschuldigungen ab.


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