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USA, MicroStrategy, BlackRock: Bedrohen die Großen Bitcoin?

BlackRock, MicroStrategy und die US-Regierung: Zentrale Instanzen sehen das Potenzial von Bitcoin und kaufen die Kryptowährung im Milliardenbereich auf.

USA, MicroStrategy, BlackRock: Bedrohen die Großen Bitcoin?

BlackRock, MicroStrategy und die US-Regierung: Zentrale Instanzen sehen das Potenzial von Bitcoin und kaufen die Kryptowährung im Milliardenbereich auf. Bereits jetzt besitzen ETF-Aussteller, MicroStrategy und die US-Regierung 1,7 Millionen BTC, etwa acht Prozent der gesamten Umlaufmenge, und ein Ende der Käufe ist nicht in Sicht. Kritiker sehen darin ein Problem, aber ist das wirklich so?

Aufgrund des Proof-of-Work: Geringes Risiko der Zentralisierung?

MicroStrategy bildet kein Black-Swan-Risiko für Bitcoin. Eine hohe Konzentration des Angebots kann jedoch ein Risiko für Proof-of-Stake-Blockchains darstellen. Seit Ethereum 2022 von Proof-of-Work zu Proof-of-Stake gewechselt ist, hat die Zentralisierung zugenommen. Der Grund: Je mehr Geld ein Netzwerkteilnehmer besitzt, desto größer ist sein Einfluss. Bitcoin basiert nach wie vor auf dem Konsensusmechanismus Proof-of-Work. Obwohl auch Bitcoin Dezentralisierungsprobleme hat.

Die Spieltheorie funktioniert

Dass das Bitcoin-Netzwerk sich gegen Angriffe großer Unternehmen verteidigen kann, ist bereits bewiesen. Dieses Ereignis ist unter dem Namen Blocksize War bekannt.

Der 'Krieg' begann 2017 als eine Debatte über die Größe der Blöcke. Der Gründer Satoshi Nakamoto hat die Blockgröße auf ein Megabyte pro Block festgelegt, damit jeder teilnehmen kann. Derzeit ist die Blockchain 630 GB groß. Wären die Blöcke jedoch größer, würde die Blockchain schneller wachsen und mehr Platz benötigen. Und je mehr Platz benötigt wird, desto teurer wird es für den Endnutzer, einen eigenen Node zu betreiben. Das Netzwerk würde zentralisierter werden.

Der Vorschlag, die Blockgröße auf acht Megabyte zu erhöhen, fand Unterstützung bei den größten Unternehmen der Branche. Coinbase, Grayscale, die Digital Currency Group, große Mining-Unternehmen, der ASIC-Hersteller Bitmain und zahlreiche andere große Bitcoin-Dienstleister kamen 2017 zusammen, um eine Änderung des Codes zu diskutieren. Im sogenannten New Yorker Abkommen einigte man sich auf eine neue Blockgröße von zwei Megabyte pro Block.

"Die Gruppe der unterzeichneten Unternehmen repräsentiert eine kritische Masse des Bitcoin-Ökosystems", heißt es in der Veröffentlichung. Insgesamt repräsentierten diese Firmen 83,28 Prozent der Rechenleistung im Netzwerk, verarbeiteten monatlich 5,1 Milliarden US-Dollar an damals kleinerem Transaktionsvolumen und verwalteten 20,5 Millionen Wallets.

Man würde denken, dass eine privilegierte, einflussreiche Zusammenarbeit von Industriegiganten Bitcoin leicht anpassen oder nach ihren Vorstellungen formen könnte. Aber die Bitcoin-Gemeinschaft hatte ebenfalls ein Stimmrecht. Anstelle der Industriegiganten haben diejenigen, die Bitcoin erschaffen haben, sich durchgesetzt: die Nutzer.

Risiko: Zentrale Verwahrung

Die hohe BTC-Konzentration bei einigen zentralen Unternehmen oder Staaten ist daher kein Problem. Auch ein Angriff dieser mächtigen Akteure in der Fiat-Welt müsste von der Gemeinschaft abgewendet werden.

Größere Risiken tragen jedoch Investoren, die in MSTR oder die ETFs von BlackRock und Co. investieren. Schließlich übernimmt Coinbase die Verwahrung für die meisten ETFs, und auch Michael Saylors Bitcoin-Unternehmen nutzt die US-Börse zur Aufbewahrung der Coins.

Der größte, aber kurze Risiko für Bitcoin-Investoren ist ein spontaner Verkauf. Wenn MicroStrategy seine Bestände verkauft, würde das zu einem enormen Ausverkauf am Markt führen. Viele Investoren, die durch Michael Saylor beeinflusst wurden, würden sich ebenfalls von der führenden Kryptowährung abwenden. Da Saylor einer der größten Bitcoin-Maximalisten ist, ist das jedoch unwahrscheinlich.

Wahrscheinlicher ist der Verkauf durch die US-Regierung. Ein Blick auf die aktuellen Pläne der US-Senatorin Cynthia Lummis zeigt: Ein Verkauf ist auch in der Zukunft geplant. Mit dem potenziellen Bitcoin-Vorrat wollen die USA zumindest ihre Schuldenlast verringern.

Anders gesagt: Überzeugte Bitcoin-Investoren fürchten sich nicht vor einem massiven Verkauf. Diese Anleger freuen sich eher auf eine vorübergehende Kurskorrektur, um günstiger nachzukaufen.


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