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Schwacher Yen lenkt japanische Unternehmen in Richtung Bitcoin und XRP

SBI VC Trade meldet eine steigende Unternehmensnachfrage nach Bitcoin und XRP, während der Yen weiter unter Druck steht. In Japan gewinnt Krypto über regulierte Kanäle als Treasury- und Belohnungsinstrument an Bedeutung.

Schwacher Yen lenkt japanische Unternehmen in Richtung Bitcoin und XRP

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der schwache japanische Yen veranlasst immer mehr Unternehmen dazu, Bitcoin und XRP in ihre Bilanz aufzunehmen.
  • SBI VC Trade verzeichnet eine steigende Unternehmensnachfrage nach Bitcoin und XRP und meldet inzwischen mehr als 2 Millionen registrierte Konten.
  • Der Druck auf den Yen steht im Zusammenhang mit Zinsunterschieden, während Bitcoin am Dienstag bei rund 62.650 $ gehandelt wurde.

Der japanische Yen notiert nahe seinem schwächsten Niveau seit rund vier Jahrzehnten. Das scheint immer mehr Unternehmen in Japan dazu zu bewegen, Krypto in ihre Bilanz aufzunehmen. Nach Angaben von SBI VC Trade nimmt die Nachfrage von Firmen nach Bitcoin und XRP zu, während die anhaltende Währungsschwäche den Druck auf klassische Kassenbestände erhöht. Dahinter steht ein breiterer Strategiewechsel: Unternehmen passen ihr Treasury-Management an den schwächeren Yen und die gestiegenen Währungsrisiken an. In Japan suchen einige Marktteilnehmer dabei auch über regulierte Kanäle ein Engagement in digitalen Assets, wie sich bereits beim Thema Bitcoin als Absicherung gegen Dollar-Schwäche gezeigt hat.

Unternehmen suchen nach Alternativen

SBI VC Trade erklärte am Dienstag, dass die Unternehmensnachfrage nach Bitcoin und XRP steigt, weil Firmen ihre Reserven stärker weg von Cash diversifizieren wollen. Die Krypto-Exchange, die zur in Tokio ansässigen SBI Holdings gehört, teilte außerdem mit, dass die Zahl der registrierten Konten inzwischen auf mehr als 2 Millionen gestiegen ist. Das entspricht etwa dem Doppelten des Niveaus von 2025.

Diese Entwicklung fügt sich in einen größeren Trend in Japan ein. Einige Unternehmen geben bereits Bitcoin oder XRP im Rahmen von Shareholder-Perk-Programmen aus. Damit rückt Krypto nicht nur als Treasury-Asset, sondern auch als Belohnungsinstrument im Unternehmensumfeld stärker in den Fokus.

Yen unter Druck durch Zinsunterschiede

Die Schwäche des Yen hängt vor allem mit dem Zinsabstand zwischen einer hawkishen Federal Reserve und einer Bank of Japan zusammen, die deutlich zurückliegt. Für viele Marktteilnehmer macht das den Yen als Anlagewährung weniger attraktiv und stützt zugleich die Carry Trade, bei der günstig in Yen aufgenommenes Kapital in höher verzinste Assets fließt.

Hedgefonds sind beim Yen inzwischen so pessimistisch wie seit 2007 nicht mehr. Laut CFTC-Daten stiegen die Short-Positionen bis zum 30. Juni auf fast 138.000 Kontrakte. Am Mittwochmorgen in Asien lag der Dollar bei rund 162 Yen.

Relevanz für den Kryptomarkt

Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem bemerkenswert, dass die Zuflüsse offenbar nicht über Offshore-Strukturen laufen, sondern über regulierte japanische Kanäle. Das könnte darauf hindeuten, dass Krypto in einem großen entwickelten Markt zunehmend als Teil des Treasury-Managements betrachtet wird, vor allem dann, wenn lokale Währungen länger unter Druck stehen.

Bitcoin wurde am Dienstag bei rund 62.650 $ (54.800 €) gehandelt und lag laut CoinDesk-Daten auf Wochensicht 6,1 Prozent im Plus.


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