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Worauf warten große Bitcoin-Investoren?

Bitcoin bricht Rekorde, der Markt boomt, die Halving steht bevor.

Worauf warten große Bitcoin-Investoren?

Bitcoin bricht Rekorde, der Markt boomt, die Halving steht bevor. Und die "großen Spieler": schlafen anscheinend immer noch. Im Vergleich zu früheren Aufschwüngen gibt es deutlich weniger neue Whales. Während in 2021, als Bitcoin sein letztes Rekordhoch erreichte, täglich 4.000 Millionäre dazukamen, ist diese Zahl derzeit nur noch halb so groß. Der Preis liegt einige tausend Dollar höher als das vorherige Rekordhoch. Die Gründe dafür sind Spekulationen offen. Das Phänomen könnte darauf hindeuten, dass wohlhabende Anleger nach wie vor an der Rallye teilnehmen – mit angezogener Handbremse. Oder dass sie auf einen Sell-off warten – und der Kurs vorerst eine Atempause nimmt.

Irreführende Funkstille?

Die Whale-Bevölkerung steigt normalerweise, wenn Aktienkurse neue Höchststände erreichen. Mit Ausnahme des aktuellen Aufwärtsimpulses, wie das Analyse-Portal Kaiko in einem Bericht feststellt: "Trotz der jüngsten Preissteigerung zeigen Whales auf der Blockchain eine langsame Rückkehr".

Laut Kaiko liegt die Anzahl der "Millionärs-Wallets", also Wallets, die Bitcoin für mehr als eine Million US-Dollar horten, derzeit unter den "zweitausend pro Tag". Und das ist deutlich niedriger als in früheren Zahlen. "Während der letzten Bullenmarkt-Zeit erreichten mehr als viertausend Wallets täglich die Millionengrenze und mehr als zweitausend Wallets zehn Millionen Dollar", so die Analyse.

Es gab 2021 viel mehr Bitcoin-Millionäre

Es gab 2021 viel mehr Bitcoin-Millionäre | Quelle: Kaiko

Die Analysten führen verschiedene mögliche Gründe an. Es ist denkbar, dass "neues Kapital noch nicht vollständig angekommen ist". Das würde bedeuten, dass weiterhin eine signifikante Anlegerzuflüsse zu erwarten sind – mit positivem Effekt auf den Preis.

Es könnte jedoch auch sein, dass Whales "Gewinne realisieren", während Bitcoin neue Höchststände erreicht. Das wäre ein Indiz dafür, dass die Nachfrage bei Großanlegern kurzfristig stagnieren könnte und der Preis entsprechend unter Druck geraten könnte. Eine dritte, eher alltägliche Option: Whales lagern ihre Bestände bei Depotbanken statt in persönlichen Wallets.

Whales üben Geduld

Der Trend könnte auch mit ETF-Registrierungen zusammenhängen. Seit einigen Wochen fließen massive Kapitalmengen über diese Fonds in den Markt, und der Rekordhoch von Bitcoin ist hier fast vollständig darauf zurückzuführen. Bitcoin wird jedoch von den Anbietern verwahrt und nicht in persönlichen Wallets gehalten. Dadurch könnten Kaikos Befunde leicht verzerrt sein und die tatsächliche Zahl der "Bitcoin-Millionäre" höher liegen.

Laut Kaiko weist diese Entwicklung tendenziell auf zurückhaltenderes Verhalten hin. Möglicherweise eine Lehre aus früheren Rekordwochen, die sich rasch in das Gegenteil verkehrten. "2021 gab es eine enorme Kapitalzufuhr, weil viele Bullen versuchten, von der Crypto-Überhitzung zu profitieren. Dieses Mal könnten Whales einen vorsichtigeren Ansatz wählen und abwarten, ob die Gewinne Bestand haben, bevor sie investieren."

Bitcoin-Korrektur im Anflug?

Angesichts der jüngsten starken Kursentwicklung von Bitcoin ist die Wahrscheinlichkeit von Gegenbewegungen vermutlich nicht geringer geworden. So gab es beispielsweise am 5. März eine Tagesspanne von USD 8.000. Derzeit scheint der Rücksetzer groß. Gegenüber dem Vormonat ist der Preis um 25.000 US-Dollar gestiegen.

Der Fear and Greed Index, der seit Wochen auf "Gier" steht, könnte auch ein Vorbote einer Verzögerung sein. Obwohl dies eine Reflexion einer überwiegend positiven Markstimmung ist, kann es auch als Warnsignal für eine bevorstehende Korrektur interpretiert werden. Hohe Werte deuten oft darauf hin, dass der Markt überhitzt sein könnte. Das lässt sich auch an dem aktuellen Hype um Memecoins erkennen.


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