Was Bitcoin von Ethereum lernen kann, laut Vitalik Buterin
Wie könnte Bitcoin besser werden? Genau Vitalik Buterin hat einen Rat: Folge Ethereum und mach Bitcoin skalierbar.

Wie könnte Bitcoin besser werden? Genau Vitalik Buterin hat einen Rat: Folge Ethereum und mach Bitcoin skalierbar.
Bitcoin und Ethereum sind polarisiert: Es gibt Hardcore-Fans mit festgefahrenen Positionen auf beiden Seiten. Doch es gibt auch Raum für gegenseitige Kommunikation – das hat Ethereum-Gründer Vitalik Buterin jetzt persönlich bewiesen. Er nutzte eine Twitterspace als Sprachrohr, in dem er Ratschläge gab, wie Bitcoin mehr sein könnte als nur ein Zahlungsnetzwerk. Insbesondere das Ordinals-Protokoll soll den Wendepunkt möglich machen.
Der Raum wurde von den Gründern von Bitcoin Wizards moderiert, Udi Wertheimer und Eric Wall. Sie gelten als Pioniere von Ordinals und sehen sich selbst als eine deutliche Gegenbewegung gegen das BTC-Maximalismus. Vitalik Buterin teilt diese Sicht: "Die Ordinals hauchen einer Kultur, Dinge wirklich zu tun, neues Leben ein. Ich habe das Gefühl, dass es eine echte Gegenreaktion gegen die sogenannte Laseraugen-Bewegung gibt."
Bitcoin: nützlicher durch Scaling?
Das Trio vertiefte sich in eine der größten Schwächen von Bitcoin: langsame Transaktionen im Hauptnetz. Die Lösung: Skalierung. Laut Vitalik sind Entwicklungen wie zk-Rollups nötig, wenn "Bitcoin mehr sein soll als nur ein Zahlungsmittel". Als Beispiele nannte er Optimism und Arbitrum – zwei erfolgreiche Layer-2-Projekte auf Ethereum.
Ethereum hat im Laufe der Jahre mit verschiedenen Skalierungslösungen experimentiert. Derzeit ist das Netzwerk dabei, mehr als 100.000 Transaktionen pro Sekunde (TPS) zu ermöglichen. Zum Vergleich: Bei Bitcoin sind nur 7 TPS möglich. Es gibt jedoch bereits eine Lösung für die geringe Durchsatzrate der Transaktionen. Theoretisch können ungefähr eine Million Transaktionen pro Sekunde über das Lightning-Netzwerk fließen. Neben Zustimmung gab es auch Kritik an Lightning, beispielsweise hinsichtlich des Öffnens eines Zahlungskanals.
Mit Ordinals gegen Maximalismus?
Im Mai kostete eine Bitcoin-Transaktion zeitweise 30 US-Dollar. Der Grund für die hohe Netzwerkauslastung: Bitcoin-NFTs. In Bitcoin-Maximalisten-Kreisen wird das Ordinals-Protokoll kritisch gesehen. Proof of Work war ursprünglich ein System, das Spam verhindern sollte. Nun wird die Blockchain jedoch mit willkürlichen Datenschnipseln "verunreinigt", die wenig mit finanziellen Transaktionen zu tun haben, so das Argument.
Der neue Trend wirft jedoch eine grundlegende Frage auf: Wofür soll Bitcoin genutzt werden? Nur als Zahlungsnetzwerk oder auch für kreative Anwendungen? Für Vitalik Buterin bedeuten Ordinals zumindest eine "Rückkehr zum Bauen von Kultur". Für die Zukunft sieht er sich eine Zusammenarbeit zwischen beiden Communities – Bitcoin und Ethereum – wünschenswert.