Was Anleger von den vier größten Bitcoin-Hodlern lernen können
Durch das Investieren in Bitcoin finanziell unabhängig werden und frühzeitig Abschied vom Arbeitsleben nehmen – das ist ein Traum, den viele BTC-Hodler hegen.

Durch das Investieren in Bitcoin finanziell unabhängig werden und frühzeitig Abschied vom Arbeitsleben zu nehmen – das ist ein Traum, den viele BTC-Hodler hegen. Mit einer jährlichen Rendite von mehr als 60 Prozent seit 2020 ist das alles andere als eine Utopie. Im Vergleich zu Aktien, Immobilien und Gold hat Bitcoin als führende Kryptowährung fast alle konkurrierenden Investments deutlich hinter sich gelassen. Einige frühe Bitcoin-Investoren sind dadurch in den Kreis der Superreichen aufgestiegen. Wie die größten Whales eine Milliarden-Vermögen aufgebaut haben und welche Lehren Privatanleger von ihnen ziehen können.
Platz 4: Michael Saylor, der Bitcoin-Visionär
Der markanteste Bitcoin-Bulle braucht in 2025 kaum noch eine Einführung. Mit seinem Softwareunternehmen MicroStrategy, inzwischen umbenannt zu Strategy, besitzt Michael Saylor 471.107 BTC im Wert von 46,2 Milliarden Dollar. Das ist mehr als das Zehnfache dessen, was Marathon Digital hält, der zweitgrößte institutionelle Bitcoin-Halter. Allein im vierten Quartal 2024 kaufte das Unternehmen 218.887 BTC für 20,5 Milliarden Dollar. Für Saylor ist das erst der Anfang; er will Strategy zu einem Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar ausbauen.
Als Strategy im August 2020 seine Bitcoin-Strategie ankündigte, hatte Saylor persönlich bereits groß angelegt investiert. In einem Post auf X enthüllte er: „Ich besitze persönlich 17.732 BTC, gekauft zu durchschnittlich 9.882 Dollar pro Stück.“ Heute entspricht das einem Wert von 1,73 Milliarden Dollar, und vermutlich hat Saylor seither noch mehr Bitcoin erworben, auch dazu hat er nie öffentliche Aussagen gemacht. Eine seiner härtesten Lektionen für Zweifler: "Jeder bekommt Bitcoin zum Preis, den er verdient."
Platz 3: Tim Draper, Risikokapitalgeber mit einer Vorliebe für Bitcoin
Als der amerikanische Unternehmer und Investor Tim Draper seine erste Bitcoin kaufte, war er bereits eine prominente Risikokapitalfigur. Baidu, Skype, Tesla, Robinhood – er investierte in einige der erfolgreichsten Startups der letzten Jahrzehnte. Sein erster BTC-Kauf endete jedoch katastrophal: 2014 fiel Mt. Gox, damals die populärste Krypto-Börse, worauf Draper seine Bitcoin verwahrte. Von den rund 850.000 verlorenen BTC soll Draper persönlich 40.000 gehabt haben.
Für die meisten Anleger wäre so ein Schlag Grund genug gewesen, sich endgültig von der Krypto-Welt zu verabschieden. Doch Draper hielt an seiner Überzeugung fest und kaufte im selben Jahr 29.656 BTC, versteigert von der US-Regierung nach der Beschlagnahme des Silk Road-Marktplatzes. Er investierte 18,7 Millionen Dollar, bzw. 632 Dollar pro BTC. Heutzutage ist sein Bitcoin-Vermögen fast drei Milliarden Dollar wert – das ist eine Versixtyfachung seiner ursprünglichen Investition.
Platz 2: Cameron und Tyler Winklevoss, das Bitcoin-Milliardär-Zwillinge
Die Winklevoss-Zwillinge wurden vor allem durch ihren Rechtsstreit mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bekannt. Sie behaupteten, Zuckerberg habe Teile ihres Codes gestohlen. Die Einigung betrug 65 Millionen Dollar. Schon 2013 hatten Cameron und Tyler gemeinsam Bitcoin im Wert von über elf Millionen Dollar.
Heute besitzen sie schätzungsweise 70.000 BTC, mit einem Wert von rund 6,8 Milliarden Dollar. Ihr Gesamtvermögen dürfte dank weiterer Kryptowährungsinvestitionen und Geschäftsaktivitäten noch höher liegen. Dennoch bleiben sie im Schatten ihres alten Rivalen, denn laut Bloomberg Billionaires Index beträgt Mark Zuckerbergs Vermögen derzeit 252 Milliarden Dollar. Zudem ist es gut möglich, dass Zuckerberg selbst eine beträchtliche Anzahl BTC besitzt. Ein Hinweis: Er nannte seine zwei Ziegen "Bitcoin" und "Max".
Platz 1: Satoshi Nakamoto, der unbekannte Bitcoin-Gründer
Über den mysteriösen Bitcoin-Erfinder ist wenig bekannt. Ist Satoshi Nakamoto eine Einzelperson oder eine Gruppe? Niemand weiß es sicher. Fest steht jedoch, dass er oder sie vor fünfzehn Jahren spurlos verschwand.
Laut der neuesten Zahlen des Blockchain-Analyseunternehmens Arkham Intelligence besitzt Satoshi 1.096.354 BTC, mit einem aktuellen Wert von etwa 108 Milliarden Dollar. Diese Coins sind über 22.000 Wallet-Adressen verteilt und nach einigen Testtransaktionen nie bewegt worden. Falls Satoshi noch lebt, gehört er oder sie theoretisch zu den reichsten Menschen der Welt. Sollte der Bitcoin-Kurs jemals 400.000 Dollar pro BTC erreichen, könnte Satoshi sogar Elon Musk als reichsten Menschen der Welt überholen.
Drei wichtige Lektionen für Bitcoin-Investoren
Jeder Kryptowährungs-Investor hat sich schon mal gedacht: "Hätte ich doch früher Bitcoin gekauft." Aber es hat wenig Sinn, endlos über verpasste Chancen zu klagen. Während ein einzelner Bitcoin heute für viele Privatanleger unerschwinglich wirkt, gibt es noch viel zu lernen von den reichsten BTC-Hodlern.
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Durchhaltevermögen lohnt Sich: Michael Saylor ignorierte Bitcoin jahrelang, ehe er 2020 doch einstieg. Tim Draper verlor ein Vermögen beim Mt. Gox-Zusammenbruch, und die Winklevoss-Zwillinge wurden lange Zeit als Verlierer im Vergleich zu Zuckerberg dargestellt. Dennoch hielten sie an ihren Überzeugungen fest. Das ist eine wichtige Lektion für Privatanleger, die ihre BTC zu früh verkauft haben, Opfer eines Betrugs wurden oder vorübergehend Verluste erlitten haben.
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Zeit im Markt ist wichtiger als Timing: Keiner der Bitcoin-Milliardäre versuchte, den Markt perfekt zu timen. Sie kauften Bitcoin und hielten an ihrer Investition fest, statt ein- und auszusteigen in der Hoffnung, den perfekten Moment zu erwischen.
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Fokus auf Bitcoin, nicht auf Alternativen: Die reichsten Bitcoin-Besitzer glauben, dass BTC das Potenzial hat, das Finanzsystem grundlegend zu verändern. Keiner von ihnen verfiel in die Illusion, dass Investitionen in Altcoins ein schneller Weg zum Reichtum seien. Ihr Credo: Bitcoin, Buy and Hold.