Was ändert sich mit dem Chang-Hard Fork?
Cardano bereitet sich auf das wichtigste Upgrade dieses Jahres vor: „Chang“.

Cardano bereitet sich auf das wichtigste Upgrade dieses Jahres vor: „Chang“. Der Hard Fork soll die kommende Entwicklungsphase des Projekts einläuten.
Man spricht von einem echten Game Changer, dem Start einer neuen Entwicklungsphase. Das für das zweite Quartal geplante Chang-Upgrade markiert den Beginn der letzten Voltaire-Phase von Cardano. Am Ende dieser Phase wird das Netzwerk dezentralisiert sein, wobei Stimmen, Entscheidungen und letztlich die Entwicklung des Ökosystems von den Nutzern getragen werden. Der bevorstehende Hard Fork wird dafür den Weg freimachen – was auch das zuletzt angestaubte Image von Cardano vielleicht wieder aufpolieren könnte.
Cardanos letzte Schritte
Die letzten Bausteine von Cardanos Roadmap fügen sich langsam zusammen. Mit Chang wird ein wichtiger Meilenstein abgehakt. Die Upgrade umfasst bedeutende Governance-Funktionen und ermöglicht Nutzern, eine immer größere Rolle bei der Gestaltung des Netzwerks zu übernehmen.
Konkret geht es um die Implementierung des „Cardano Improvement Proposal (CIP) 1694“ – eine Anspielung auf das Geburtsjahr von Voltaire, das als Metapher für die letzte Entwicklungsphase dient. Abstimmungsverfahren werden für Token-Inhaber eingeführt. Dadurch können Nutzer Vorschläge für beispielsweise Projektentwicklungen einreichen und darüber abstimmen.
Vorschläge durchlaufen dann ein mehrstufiges System aus Token-Inhabern, Stake-Pool-Operatoren und delegierten Vertretern. ADA-Reserven werden geschaffen, um Projekte zu finanzieren. Die genauen Prozesse werden derzeit im SanchoNet-Testnetz simuliert.
Hoskinson reagiert auf Kritik
Es ist noch nicht bekannt, wann das Upgrade genau umgesetzt wird. „Auf Basis des Fortschritts, der mit SanchoNet erzielt wurde, in Kürze“, sagt Cardano-Gründer Charles Hoskinson.
Chang gehört zu den großen Restrukturierungsmaßnahmen, die derzeit stattfinden. Dazu zählt die Einführung eines fortgeschrittenen Konsensusprozesses namens Ouroboros Leios. Erwartungsgemäß soll dies zu einer Skalumsprung führen: mehr Transaktionen und eine schnellere Verarbeitung.
Und vielleicht auch: mehr Medienaufmerksamkeit. Im Kampf um neue Nutzer hat Solana Cardano in den letzten Monaten stark unter Druck gesetzt. Cardano wird außerdem wiederkehrend vorgeworfen, kein umfassendes Ökosystem zu besitzen. Forbes setzte das Projekt kürzlich auf seine Liste der 20 „good-for-nothing blockchains“: Projekte, die gescheitert sind und in Vergessenheit geraten.
Hoskinson nahm das offenbar gelassen: „Wenn ich sehe, wie sich alle auf Cardano stürzen, muss ich ein wenig schmunzeln“, sagte er gegenüber dem Twitter-Follower X. „Sie haben alle Trümpfe in der Hand, die beste Lösung für Skalierbarkeit, Governance und Innovation“ und „die beste Community“. Wie stark die Community wirklich daran interessiert ist, das Netzwerk aktiv mitzugestalten, wird jedoch erst nach dem Upgrade deutlich.