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Was wird diese Woche für Bitcoin und Crypto wichtig?

Der Bitcoin-Kurs (BTC) ist in der vergangenen Woche weiter gestiegen und schloss rund elf Prozent höher bei etwa 94.000 Dollar.

Was wird diese Woche für Bitcoin und Crypto wichtig?

Der Bitcoin-Kurs (BTC) ist in der vergangenen Woche weiter gestiegen und schloss rund elf Prozent höher bei etwa 94.000 Dollar. Auch der breitere Kryptomarkt profitierte von positiven Signalen: Starke Quartalsergebnisse des Tech-Giganten Alphabet trieben die US-Aktienmärkte nach oben und gaben damit auch Rückenwind für Kryptowährungen. Ethereum (ETH) verzeichnete einen Gewinn von 14 Prozent, während Solana (SOL) und Ripple (XRP) jeweils rund zehn Prozent an Wert zulegten. In diesem Überblick schauen wir voraus auf die wichtigsten Wirtschaftskennzahlen, die diese Woche die Märkte bewegen könnten.

Belangreiche wirtschaftliche Ereignisse dieser Woche

In der vierten Handelswoche im April richten Anleger ihr Augenmerk vor allem auf Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen und zur Lage am Arbeitsmarkt, die am Dienstag veröffentlicht werden. Mittwoch folgen die ersten Schätzungen des US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) und die neuesten Kerninflationszahlen (PCE) für März. Donnerstag werden die Orders for Durable Goods bekanntgegeben, während Freitag mit der Veröffentlichung des NFP-Arbeitsmarktraportes und der Arbeitslosenquote abgeschlossen wird. Zudem erreicht die US-Kalenderhöhepunkt im Quartalsberichtzeitraum mit Ergebnissen von Visa, Meta, Microsoft, Robinhood, Apple und Amazon.

Dienstag: Konsumentenvertrauen und offene Stellen

Am Dienstag, den 29. April um 16:00 Uhr (MEZ), veröffentlicht das Conference Board (CB) die monatlichen Zahlen zum US-Konsumentenvertrauen. Die letzte Messung lag bei 92,9 und damit unter der Erwartung von 94,2. Für April rechnen Analysten mit einem weiteren Rückgang auf 87,4. Sollte das Konsumentenvertrauen erneut stärker als erwartet verschlechtern, könnte das Verkaufsdruck auf Aktien- und Kryptomärkte ausüben. Basierend auf einer entgegengesetzten Entwicklung könnte es hingegen eine positive Impuls geben, besonders für risikoreiche Assets wie Bitcoin.

Gleichzeitig erscheinen die neuesten Zahlen aus dem JOLTS-Jobvacancy-Bericht. Im März gab es 7,568 Millionen offene Stellen, niedriger als die erwarteten 7,690 Millionen. Für die neuen Zahlen erwarten Analysten einen weiteren Rückgang auf 7,480 Millionen. Ein Rückgang der offenen Stellen kann auf eine verlangsamtete wirtschaftliche Aktivität hinweisen und Druck auf die Märkte ausüben. Ein stärker als erwartetes Stellenplus kann hingegen positiv auf Aktien und Krypto wirken.

Mittwoch: BIP und PCE-Kerninflation

Mittwoch, den 30. April, um 14:30 Uhr (MEZ) werden die ersten Schätzungen zum US-BIP für das erste Quartal veröffentlicht. Während das Wachstum im vierten Quartal noch 2,4 Prozent betrug, rechnen Analysten nun mit einer deutlichen Verlangsamung auf nur noch 0,4 Prozent. Entspricht das BIP den Erwartungen oder übertrifft es diese, könnte das zu einer Erholungsrally an den Märkten führen. Gleichzeitig könnte ein stärker als erwartetes Wachstum die Hoffnungen auf schnelle Zinssenkungen dämpfen. Eine schlechtere als erwartete Entwicklung würde Druck auf die Fed erhöhen, das monetäre Umfeld schneller zu lockern, mit unklaren Folgen für die Märkte.

Später am Tag, um 16:00 Uhr, werden auch die neuen PCE-Kerninflationszahlen bekannt gegeben. Im Vormonat stieg die Kerninflation um 0,4 Prozent, mehr als erwartet. Für März rechnen Analysten nun mit nur einer Steigerung von 0,1 Prozent. Entsprechen diese Erwartungen oder werden sie übertroffen, steigt die Chance, dass die Fed bald die Zinsen senkt. Eine höhere Inflation als erwartet kann dem Optimismus schaden und risikoreiche Assets unter Druck setzen.

Freitag: Arbeitsmarkt und Arbeitslosenquote

Freitag, den 25. April, präsentiert das Bureau of Labor Statistics um 14:30 Uhr (MEZ) die Zahlen zum US-Arbeitsmarkt. Im März entstanden überraschend viele neue Jobs (228.000 gegenüber 137.000 erwartet). Für April wird jedoch eine deutlich verlangsamte Entwicklung erwartet, auf 129.000 neue Jobs. Bleiben die Zahlen hinter den Erwartungen, könnte das die Fed dazu bewegen, die Politik schneller zu lockern, was die Märkte eventuell unterstützen würde. Fällt die Zahl erneut stark aus, könnte dies der Fed Raum geben, das aktuelle Zinsniveau länger beizubehalten.

Gleichzeitig wird die Arbeitslosenquote veröffentlicht. Im März stieg sie leicht auf 4,2 Prozent. Für April rechnen Analysten mit keiner Veränderung. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit kann zu einer Risikoverminderung unter Anlegern führen, während eine Abnahme als Zeichen wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit gesehen werden kann und risikoreiche Assets wie Bitcoin unterstützen dürfte.


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