Finst

Warum fiel der BTC-Kurs? Der deutsche Staat verkauft 1.300 Bitcoin

Zu Jahresbeginn hat die LKA Sachsen 50.000 Bitcoin beschlagnahmt.

Warum fiel der BTC-Kurs? Der deutsche Staat verkauft 1.300 Bitcoin

Zu Jahresbeginn hat die LKA Sachsen 50.000 Bitcoin beschlagnahmt. Diese Woche haben die deutschen Behörden Bitcoin im Wert von 74 Millionen US-Dollar verkauft.

Der Bitcoin-Kurs ist gefallen. Als Hauptgrund könnte das Bundeskriminalamt (BKA) infrage kommen. Öffentliche Daten zeigen, dass diese Behörde diese Woche mindestens 13 Bitcoin-Transaktionen durchgeführt hat – einige davon zu Wallets von Börsen wie Kraken. Es scheint, als wollten sie den Vorrat verkaufen, der aus der Movie2k.to‑Ermittlung beschlagnahmt wurde.

Viele der Transaktionen gehen jedoch von einer BKA-Wallet zur nächsten. Eine klare Strategie ist nicht sichtbar. Zum Beispiel hat die Behörde am Dienstag, dem 2. Juli, mehr als 14.000 BTC zu dieser Adresse verschoben – und kurze Zeit später wieder weitergeleitet.

Beitrag auf X ansehen

Trotz der Verkäufe besitzt Deutschland immer noch mehr als 40.000 BTC. Ursprünglich waren 50.000 Bitcoin beschlagnahmt worden. Die Coins stammen von den mutmaßlichen Betreibern der illegalen Streaming-Plattform movie2k.to. Weil der Fall gegen einen 40-jährigen Deutschen und seinen 37-jährigen polnischen Komplizen noch läuft, geben die involvierten Behörden wenig Informationen frei. Deutschland selbst sagt, dass die Erlöse aus den beschlagnahmten Werten gemäß § 60 der Strafvollstreckungsordnung an den Staatsfonds des Bundeslandes gehen, in dem das Gericht sitzt.

Mit anderen Worten: Das Bundesland Sachsen kassiert eine ordentliche Summe Geld. Insgesamt sind die 40.000 BTC derzeit 2,3 Milliarden Dollar wert. Was das Land mit dem Geld vorhat, wollen die Behörden nicht verraten. Eine Anfrage an den Sprecher der Regierung Sachsen blieb bis zur Veröffentlichung unbeantwortet.

Beitrag auf X ansehen

Justin Sun, ein Crypto-Influencer und Gründer von Tron, zeigte Interesse am Kauf der Coins. Am Mittag des 4. Juli schrieb er auf X, dass er bereit sei, “mit der deutschen Regierung über den außerbörslichen Kauf von BTC zu verhandeln.” Laut dem Analyse-Tool Spot On Chain auf X steht der Verkauf der BKA-Coins tatsächlich im Zusammenhang mit den Kursbewegungen am Krypto-Markt. Die verkauften 1.300 Coins hatten einen Wert von 74 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Das entspricht mehr als 50 Prozent des täglichen Handelsvolumens auf Kraken.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.