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Haben Kryptobanken demnächst auch ein Konto bei der Fed?

Montag kündigte die amerikanische Zentralbank, die Federal Reserve (Fed), an, dass sie Richtlinien für das Öffnen sogenannter "Masterkonten" bei der Zentralbank bereithält.

Haben Kryptobanken demnächst auch ein Konto bei der Fed?

Montag kündigte die amerikanische Zentralbank, die Federal Reserve (Fed), an, dass sie Richtlinien bereithält für das Öffnen sogenannter "Masterkonten" bei der Zentralbank. Kryptobanken könnten hier ebenfalls in Frage kommen.

In einem Bericht von 49 Seiten des Verwaltungsrats der Fed werden Richtlinien für die Prüfung verschiedener Institute vorgelegt, die ein Konto bei der Fed eröffnen möchten. Dadurch erhalten sie Zugang zum globalen Zahlungssystem.

Vor allem bietet das Dokument einen Rahmen für Bankdienstleistungen, die eine Erlaubnis haben, in den USA Geschäfte zu tätigen, aber keine Berechtigung besitzen, ein Reservezkonto bei der Fed zu führen. Dazu gehören Banken, die Kryptodienste als Teil ihrer Aktivitäten anbieten.

US-Notenbank Fed: Das sind die neuen Richtlinien

Laut den neuen Richtlinien werden Anträge der beteiligten Bankdienstleister künftig in drei Phasen geprüft. Abhängig vom Risikofaktor müssen sie strengeren Kontrollen unterzogen werden. Wird diese Prüfung erfolgreich bestanden, kann eine entsprechende Hauptrechnung bei der Federal Reserve eröffnet werden. Die US-Notenbank hat auf ihrer Website zu dieser Angelegenheit folgende Erklärung abgegeben:

"Institute, die sich mit neuen Aktivitäten befassen, für die die Behörden noch an der Entwicklung geeigneter Politiken und Aufsichtsmöglichkeiten arbeiten, würden einer strengeren Bewertung unterzogen."

Bei der Entwicklung des aufsichtsrechtlichen Rahmens hat die Federal Reserve auch Vorschläge von Instituten aus dem beteiligten Bankensektor berücksichtigt. Es ging unter anderem um "Institute mit neuen Arten von Genehmigungen, wie Verwahrbanken für Kryptowährungen", so die Unterlagen der Zentralbank.

Das Dokument und die Aussagen des Aufsichtsrats deuten darauf hin, dass Kryptobanken ihrer Ansicht nach auch eine Platzierung im internationalen Zahlungsverkehr haben. Mit entsprechend strikter Kontrolle und Risikobewertung könnten sie dem grenzüberschreitenden Geschäft der Zentralbanken beitreten.

Im Juni war die Basler Bankenvereinigung (BIB) bereits zu einem Rahmenwerk für das Halten von Krypto-Assets in den Reserven von Zentralbanken gekommen. Dieses sah vor, Kryptowährungen wie Bitcoin bis zu maximal 1 Prozent des gesamten Tier-1-Kapitals der jeweiligen Zentralbank zuzulassen.

Trotz der fortdauernden Skepsis der Zentralbanken gegenüber Kryptowährungen scheint das Thema langsam in den Hintergrund zu rücken.


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