Worldcoin muss seine Aktivitäten in Hongkong einstellen
Hongkong stoppt das utopische Kryptoprojekt wegen Datenschutzbedenken.

Hongkong beendet das utopische Kryptoprojekt aufgrund von Datenschutzbedenken. Behörden in Deutschland führen ebenfalls eine Untersuchung zu Worldcoin durch.
Worldcoin soll die Datenschutzbestimmungen verletzt haben. Zumindest sagt das eine Untersuchung des Office of the Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD) in Hongkong. In einer Ankündigung vom gestrigen 22. Mai wurde deshalb eine Vollstreckungsverfügung gegen das Kryptoprojekt erlassen. Worldcoin muss unverzüglich alle Projektaktivitäten in Hongkong einstellen, bei denen Iris-Scanner (Orbs) verwendet werden.
Worldcoin verwendet die sogenannte Orb, um die Augen zu scannen. Als Gegenleistung erhält der Benutzer eine World ID und die Kryptowährung WLD. Das deutsche Landesamt für Datenschutzaufsicht (LDA) prüft ebenfalls, ob Worldcoin gegen die Datenschutzbestimmungen in Deutschland verstößt.
„Wir untersuchen insbesondere die Verarbeitung, die Einhaltung der Rechte der Betroffenen und die Datensicherheit. Unsere Untersuchungen laufen noch“, erklärte das LDA auf Anfrage.
Der ChatGPT-Erfinder Sam Altman gründete das Kryptoprojekt im Jahr 2019 gemeinsam mit Alex Blania. Worldcoin will es einfacher machen, zwischen Menschen und Maschinen im Zeitalter künstlicher Intelligenz (KI) zu unterscheiden. Worldcoin ist seit dem 29. Juni 2023 in Europa verfügbar.