XRP im Rampenlicht – doch die Kritik wächst
Der eindrucksvolle Anstieg von XRP fasziniert die Community weiterhin.

Der eindrucksvolle Anstieg von XRP fasziniert die Community weiterhin. Seit Anfang November ist der Ripple-Token mehr als 400 Prozent gestiegen, mit einem Höchstkurs von 2,80 Dollar. Obwohl diese Leistung beeindruckend ist, wächst die Kritik, je weiter XRP steigt.
Justin Bons, Gründer des Kryptofonds Cyber Capital, äußerte seine Bedenken via X-Post: "Ripple ist, im Gegensatz zu dem, was das Management behauptet, zentralisiert und arbeitet mit Berechtigungen." Er beschuldigt XRP, Investoren mit falschen Behauptungen über Dezentralisierung zu täuschen.
Laut Bons wirkt das Vertrauen in das XRP-Ledger, basierend auf sogenannten Unique Node Lists (UNLs), eher wie ein Proof of Authority (PoA)-System als auf wirklich unabhängige Mechanismen wie Proof of Work (PoW) oder Proof of Stake (PoS). Er erklärt: „Die Stiftung hat die totale Kontrolle über das Netzwerk!"
Er kritisiert auch die anfängliche Verteilung der XRP-Tokens und behauptet, dass diese aufgrund einer Pre-Mine von 99,8 Prozent unfair war. Als Lösung schlägt er vor, dass Ripple einen Proof-of-Stake-Mechanismus implementieren sollte, um die Dezentralisierung zu verbessern.
Warnungen und Risiken
Neben Justin Bons warnt auch der Finanzanalyst Rajat Soni vor dem schnellen Kursanstieg von XRP. In einem X-Beitrag bezeichnet er es als eine „unnatürliche Bewegung“ und deutet darauf hin, dass es wie ein Pump-and-Dump-Schema aussieht. Er erklärt: „Die Art, wie der XRP-Preis steigt, ist nicht das normale Funktionsprinzip der Märkte.“
Laut Soni ist es besorgniserregend, dass so viele Krypto-Fans ihn derzeit wegen XRP kontaktieren. Er hält den Hype für gefährlich, besonders weil die aktuelle Rallye bereits viele Zukunftserwartungen vorwegnimmt: ein krypto-freundlicher SEC-Vorsitzender, eine schnelle Beendigung des Rechtsstreits gegen Ripple und die Zulassung von XRP-Spot-ETFs in 2025.