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XRP Ledger v3.2.0 setzt sich durch, doch das Amendment hinkt hinterher

Validators auf dem XRP Ledger steigen schnell auf v3.2.0 um, doch das Security-Amendment fixCleanup3_2_0 muss noch separat genehmigt werden. Die Aktivierung hängt von breiter Unterstützung innerhalb der UNL ab.

XRP Ledger v3.2.0 setzt sich durch, doch das Amendment hinkt hinterher

Wichtigste Erkenntnisse

  • XRP Ledger v3.2.0 wird von Validators zügig übernommen, im breiteren Netzwerk läuft aber noch 51 % auf v3.1.3.
  • Auf der Standard-UNL mit 35 Validators sind 31 bereits auf v3.2.0, das entspricht rund 89 %.
  • Das Security-Amendment fixCleanup3_2_0 wird separat abgestimmt und nicht gemeinsam mit dem Software-Upgrade aktiviert.

Die aktuelle Serversoftware des XRP Ledger, v3.2.0, findet bei Validators schnell Anklang. Im restlichen Netzwerk ist die Umstellung jedoch noch nicht so weit fortgeschritten wie die Version, die sie ablösen soll. Parallel dazu läuft das zugehörige Security-Amendment noch in einer eigenen Abstimmung. Upgrade und Aktivierung werden also bewusst getrennt behandelt.

Adoption unterscheidet sich je nach Netzwerkschicht

Laut XRPSCAN-Daten laufen von den rund 833 aktiven Nodes auf dem XRP Ledger inzwischen etwa 43 % auf v3.2.0. Weitere 51 % nutzen noch v3.1.3. Die neue Version gewinnt damit zwar sichtbar an Reichweite, hat die bisherige Standardversion im Netzwerk insgesamt aber noch nicht verdrängt.

Bei den Validators fällt das Bild deutlich positiver aus. Der XRP Ledger arbeitet mit einem festen Validator-Satz auf der Unique Node List, und genau dort ist die Verteilung besonders wichtig. Auf der Standard-UNL mit 35 Validators laufen 31 bereits auf v3.2.0, also rund 89 %. Für die Aktivierung ist eine Unterstützung von mehr als 80 % über zwei aufeinanderfolgende Wochen erforderlich. Diese Hürde soll eine breite Zustimmung sicherstellen und unbeabsichtigte Forks vermeiden.

Security-Amendment hinkt hinterher

Unabhängig von der eingesetzten Softwareversion befindet sich das Amendment fixCleanup3_2_0 weiterhin in der Abstimmung. Es bündelt mehrere Security-Fixes und Verbesserungen für Funktionen wie Single-Asset Vaults, Permissioned Decentralized Exchanges, Multi-Purpose Tokens und das Lending Protocol. Zusätzlich enthält es interne Prüfungen, damit gelöschte Accounts keine Restdaten hinterlassen.

Im Vergleich zur Software-Ausrollung verläuft diese Abstimmung deutlich langsamer. Ripple, das Zahlungsunternehmen hinter den Gründern des XRP Ledger, hat dem Amendment bereits zugestimmt. Für Validators ist das relevant, weil ein Node, der nicht rechtzeitig aktualisiert, nach der Aktivierung in einen amendment-blocked state geraten kann.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Interessierte zeigt sich hier vor allem, wie Upgrades auf einer öffentlichen Blockchain in mehreren Schritten umgesetzt werden. Entscheidend ist nicht nur die neue Softwareversion, sondern auch die separate Abstimmung über das Amendment und die Zusammensetzung des Validator-Sets. Genau das macht den XRP Ledger für Marktteilnehmer interessant, die auf Netzstabilität, Governance und die praktische Einführung neuer Funktionen achten. Auch bei weiteren Funktionen spielt dieser Prozess eine Rolle: Onchain Lending auf dem XRP Ledger muss ebenfalls erst von den Validators freigegeben werden, bevor es weiter ausgerollt werden kann.


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