APY
APY steht für Annual Percentage Yield. Der Wert zeigt, wie viel Rendite du über ein Jahr erzielen kannst – einschließlich Zinseszins.
Was ist APY?
Beim Zinseszins werden erhaltene Zinsen deinem Guthaben zugeschlagen. Anschließend kannst du auch auf diese Zinsen Rendite erzielen.
APY geht davon aus, dass Erträge immer wieder angelegt werden. Je häufiger Erträge gutgeschrieben und erneut angelegt werden, desto höher kann der APY bei gleichem Basiszinssatz ausfallen.
APY ist deshalb oft höher als APR. APR gibt nur den jährlichen Basiszinssatz an und berücksichtigt keinen Zinseszins.
Ein Beispiel für APY
Du verleihst 100 Token zu einem Basiszinssatz von 10 Prozent. Ohne Zinseszins erhältst du nach einem Jahr 10 Token an Zinsen.
Wenn die Zinsen jede Woche gutgeschrieben und erneut angelegt werden, erhältst du auch Zinsen auf die zuvor erhaltenen Zinsen. Bei gleichem Basiszinssatz kann der Endbetrag dann etwa 110,51 Token betragen. Diesen Unterschied zeigt APY.
Warum ist APY in Krypto wichtig?
APY wird häufig bei Staking, Krypto-Lending und Liquidity Pools auf DeFi-Plattformen angegeben. Der Prozentsatz hilft dir zu verstehen, welche jährliche Rendite eine Plattform erwartet, wenn Erträge erneut angelegt werden.
Ein hoher APY ist keine Garantie dafür, was du tatsächlich erhältst. APY geht meist davon aus, dass der Zinssatz das ganze Jahr über gleich bleibt. In Krypto kann ein Zinssatz jedoch schwanken.
Informiere dich deshalb auch darüber, wie oft Erträge ausgezahlt und ob sie automatisch erneut angelegt werden. So kannst du besser einschätzen, was ein angegebener APY aussagt – und was nicht.