Front-running
Front-Running bedeutet, mit Vorwissen über eine bevorstehende große Order zu handeln. Dabei platziert jemand zuerst eine eigene Order, um sich möglicherweise einen Vorteil zu verschaffen.
Was ist Front-Running?
Eine Order ist ein Auftrag, Krypto zu kaufen oder zu verkaufen. Beim Front-Running weiß jemand, dass eine große Order bevorsteht, und handelt zuerst selbst.
Dadurch kann die Person von einer möglichen Kursbewegung profitieren, die durch die große Order ausgelöst wird. In der Krypto-Branche setzen Bots und Algorithmen dies manchmal um, indem sie große, noch nicht verarbeitete Orders aufspüren.
Ein Beispiel für Front-Running
Angenommen, ein Broker weiß, dass ein Kunde viele Bitcoin kaufen möchte. Der Broker kauft selbst Bitcoin, bevor die Order des Kunden ausgeführt wird.
Wenn der große Kauf den Preis steigen lässt, kann der Broker anschließend mit Gewinn verkaufen. Dadurch zahlt der Kunde möglicherweise einen höheren Preis, als es ohne dieses Vorgehen der Fall wäre.
Warum ist Front-Running in der Krypto-Branche wichtig?
Front-Running gilt als unfair, weil jemand Vorwissen auf Kosten einer anderen Person nutzt. Dadurch kann sich der Preis für Kunden verschlechtern und das Vertrauen in eine Handelsplattform leiden.
Auf regulierten Finanzmärkten ist Front-Running verboten. Auf dem Kryptomarkt ist die Rechtslage nicht immer einheitlich. Deshalb versuchen manche Krypto-Plattformen, Front-Running technisch einzudämmen, zum Beispiel indem sie Transaktionen anders anordnen.
Der Begriff kann dir auch im Zusammenhang mit DeFi und MEV begegnen. MEV bezeichnet in DeFi häufig den Vorteil, der sich aus der Reihenfolge von Transaktionen erzielen lässt. Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Kurs steigen oder fallen wird, aber eine Transaktion kann dadurch möglicherweise nachteilig beeinflusst werden.