Oracle
Ein Oracle ist ein Dienst, der Informationen von außerhalb einer Blockchain übermittelt. So können Smart Contracts auf aktuelle Daten reagieren, zum Beispiel auf einen Krypto-Preis oder das Wetter.
Was ist ein Oracle?
Eine Blockchain ist ein digitales Register, in dem Daten gespeichert werden. Sie kann nicht selbst Websites, Preisquellen oder Wetterberichte abrufen. Ein Oracle stellt daher die Verbindung zur Außenwelt her.
Ein Oracle ruft Daten ab, prüft sie und übermittelt sie an einen Smart Contract. Ein Smart Contract ist ein Programm auf der Blockchain, das automatisch eine vereinbarte Aktion ausführt. Das Oracle ist also nicht selbst die Quelle der Informationen.
Ein Beispiel für ein Oracle
Angenommen, ein Smart Contract soll nach einem Sturm automatisch Geld auszahlen. Der Vertrag kann nicht selbst überprüfen, ob es einen Sturm gab.
Ein Oracle ruft dafür Daten von Wetterdiensten ab und prüft sie. Erst danach übermittelt es das Ergebnis. Anschließend kann der Smart Contract die vereinbarte Aktion automatisch ausführen.
Warum sind Oracles in Krypto wichtig?
Oracles ermöglichen Anwendungen, die aktuelle Informationen benötigen. So kann eine DeFi-Plattform, also ein Dienst für Finanzanwendungen auf der Blockchain, Preisdaten für Kredite verwenden, bei denen Krypto als Sicherheit dient.
In Krypto-Nachrichten können Oracles im Zusammenhang mit neuen Anwendungen, Preisfeeds oder Datenproblemen eine Rolle spielen. Ein Preisfeed ist ein fortlaufender Strom von Preisinformationen. Sind diese Informationen fehlerhaft oder manipuliert, kann auch ein Smart Contract eine falsche Aktion ausführen.
Deshalb ist es wichtig, Daten zuverlässig zu prüfen. Mehrere Quellen oder mehrere Oracles können helfen, Fehler zu begrenzen. Vollständige Sicherheit gibt es jedoch nicht.