UTXO
Ein UTXO ist eine noch nicht ausgegebene Ausgabe aus einer früheren Transaktion mit Krypto. Die Abkürzung steht für Unspent Transaction Output.
Was ist ein UTXO?
Du kannst dir einen UTXO wie einen einzelnen digitalen Wertschein mit einem festen Betrag vorstellen. Bitcoin nutzt dieses System, um nachzuverfolgen, welche Beträge noch versendet werden können.
Bei einer Zahlung verwendet deine Krypto-Wallet einen oder mehrere vorhandene UTXOs. Diese stehen danach nicht mehr zur Verfügung. Die Transaktion erzeugt anschließend neue UTXOs: einen für den Empfänger und häufig einen weiteren mit dem Restbetrag für dich.
Dein Kontostand ergibt sich also aus der Summe aller UTXOs, die deine Wallet ausgeben kann. Einen UTXO kannst du nicht teilweise ausgeben.
Ein Beispiel für einen UTXO
Angenommen, deine Wallet enthält einen UTXO über 1 Bitcoin. Du möchtest 0,4 Bitcoin versenden.
Der gesamte UTXO über 1 Bitcoin wird für die Transaktion verwendet. Danach entsteht ein neuer UTXO über 0,4 Bitcoin für den Empfänger. Der Betrag, der nach Abzug der Transaktionsgebühren übrig bleibt, wird als neuer UTXO an eine Adresse zurückgesendet, die du kontrollierst. Das ist vergleichbar mit Wechselgeld bei einer Barzahlung.
Warum sind UTXOs in Krypto wichtig?
UTXOs kommen vor allem bei Bitcoin und anderen Blockchains zum Einsatz, die dieses Modell nutzen. Bei jeder Transaktion prüft das Netzwerk, ob die verwendeten UTXOs noch nicht ausgegeben wurden. So trägt das System dazu bei, doppelte Ausgaben zu verhindern.
In Krypto-Nachrichten begegnen dir UTXOs möglicherweise in Erklärungen zu Bitcoin-Transaktionen, Wallets oder Unterschieden zwischen Blockchains. Ethereum funktioniert zum Beispiel anders: Dort wird vor allem der aktuelle Kontostand jedes Kontos erfasst.
Ein UTXO-Modell bedeutet nicht automatisch, dass eine Blockchain sicherer, günstiger oder datenschutzfreundlicher ist. Es bedeutet auch nicht, dass Smart Contracts unmöglich sind: Erweiterte UTXO-Modelle können komplexere Regeln unterstützen.