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AZ-COM Maruwa will japanische Stablecoin JPYC für Zahlungen nutzen

Die Logistikgruppe will Vergütungen an 2.300 Partner über JPYC abwickeln. Die regulierte Yen-Stablecoin soll Zahlungen in der japanischen Logistik beschleunigen.

AZ-COM Maruwa will japanische Stablecoin JPYC für Zahlungen nutzen

Wichtigste Erkenntnisse

  • AZ-COM Maruwa plant, Zahlungen an rund 2.300 Geschäftspartner künftig über die regulierte Yen-Stablecoin JPYC abzuwickeln.
  • Der Einsatz von JPYC soll Vergütungen innerhalb des Logistiknetzwerks beschleunigen, insbesondere Zahlungen an Fahrer und Transportunternehmen.
  • JPYC ist Japans erste vollständig regulierte Yen-Stablecoin. Der Fall zeigt, dass Stablecoins im geschäftlichen Zahlungsverkehr zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Ein japanischer Logistikdienstleister, der auch für Amazon Japan liefert, will seine Zahlungen künftig über die regulierte Yen-Stablecoin JPYC abwickeln. AZ-COM Maruwa Holdings plant, den Token für Vergütungen an rund 2.300 Geschäftspartner einzusetzen, darunter Subunternehmer und unabhängige Truckfahrer. Damit rückt der praktische Einsatz von Krypto im japanischen Unternehmensalltag einen Schritt näher.

Geschäftszahlungen in JPYC

Laut Nikkei Asia betrifft der geplante Einsatz Gebühren und weitere Zahlungen innerhalb des Netzwerks von AZ-COM Maruwa. Das an der Börse in Tokio notierte Unternehmen meldete für das Geschäftsjahr bis März einen Umsatz von 230,5 Milliarden Yen, rund 1,4 $ Milliarden (1,2 € Milliarden).

Seit 2017 arbeitet die Logistikgruppe mit Amazon Japan bei Lieferdiensten rund um das Online-Handelsgeschäft zusammen. Mit JPYC will das Unternehmen Zahlungen an Fahrer und kleinere Transportunternehmen schneller weiterleiten. Das dürfte vor allem in einer Branche relevant sein, die in Japan unter Personalmangel, einer alternden Erwerbsbevölkerung und strengeren Überstundenregeln steht.

Warum JPYC auffällt

JPYC ist Japans erste vollständig regulierte Yen-Stablecoin. Der Token wurde im Oktober vergangenen Jahres unter dem Payment Services Act eingeführt und ist 1:1 an den Yen gekoppelt. Laut den Angaben ist die Stablecoin vollständig durch Bankeinlagen und japanische Staatsanleihen gedeckt. Die Onchain-Umlaufmenge lag vergangene Woche bei mehr als 2 Milliarden Yen.

Gerade diese Kombination aus Regulierung und Deckung macht JPYC für Marktteilnehmer interessant, die Zahlungen schneller abwickeln wollen, ohne direkt auf klassische Bankrails angewiesen zu sein. Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem bemerkenswert, dass Japan Stablecoins offenbar nicht mehr nur als Nischenprodukt betrachtet, sondern zunehmend als Teil des regulären Zahlungsverkehrs. Auch Lawson testet Stablecoin-Zahlungen in einem Laden in Tokio deutet darauf hin, dass JPYC immer häufiger in konkreten Zahlungsszenarien auftaucht.

Mehr als ein Pilot

Nikkei berichtete außerdem, dass AZ-COM Maruwa eine formelle Geschäftspartnerschaft mit dem Herausgeber von JPYC prüft und möglicherweise 1 Milliarde Yen in den Token investieren will. Dann ginge es nicht nur um ein Zahlungsmittel, sondern auch um eine breiter angelegte strategische Nutzung der Stablecoin im operativen Geschäft.

Der Schritt folgt kurz auf die Meldung, dass die Supermarktkette Lawson JPYC ab Anfang August in einem Laden in Tokio testen will. Zusammen deuten diese Entwicklungen darauf hin, dass regulierte Stablecoins in Japan rasch von einzelnen Retail-Tests in größere B2B-Zahlungen übergehen.


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