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Binance beginnt mit einer kleinen Niederlage vor Gericht

Die Anwälte von Binance glauben, dass die Jury durch eine Pressemitteilung der SEC beeinflusst wurde – und reichen deshalb eine Klage ein.

Binance beginnt mit einer kleinen Niederlage vor Gericht

Die Anwälte von Binance glauben, dass die Jury durch eine Pressemitteilung der SEC beeinflusst wurde – und reichen deshalb eine Klage ein. Das Gericht sieht das anders und verweigert den Antrag.

Der Bundesrichter, der den Fall der SEC gegen Binance leitet, hat einen Antrag der großen Börse abgewiesen. In diesem Antrag beschwerte sich Binance über eine Pressemitteilung, die die US-Behörde in Bezug auf Wertpapiere veröffentlicht hatte. Die Anwälte von Binance rügten insbesondere die Wortwahl. Darin beschreibt die SEC das angebliche Missbrauchspotenzial der Kundengelder durch den Binance-Gründer Changpeng "CZ" Zhao.

Binance gegen SEC: Was passiert ist

In dem Pressemitteilung erläutert der Leiter der Enforcement der SEC, Gurbir Grewal, wie CZ in die Transaktionen verwickelt gewesen sein könnte. Konkret heißt es:

„Angesichts der Tatsache, dass Changpeng Zhao und Binance die Vermögenswerte der Kunden kontrollieren und daher die Möglichkeit hatten, diese zu vermengen oder zu fehlleiten, ist ein Handelsverbot zum Schutz der Investoren unerlässlich.“

Die Binance-Anwälte argumentieren, dass dieser Text die Jury beeinflussen könnte. Die eingereichte Erklärung lautet Folgendes:

"Die Pressemitteilung der SEC scheint darauf abzuzielen, ungerechtfertigte Verwirrung auf dem Markt zu stiften, was dazu führen könnte, dass Kunden geschädigt statt geschützt werden. Es besteht auch das Risiko, dass die Jury durch irreführende Beschreibungen der Angeklagten beeinflusst wird."

Wie der Bundesrichter jedoch in Absatz 87 feststellte, war nicht eindeutig, dass das Argument der SEC den Prozess wesentlich beeinflussen würde. Daher wies sie den Antrag gestern, am 26. Juni, ab – eine kleine Niederlage für Binance.

Wash Trading in großem Stil?

Unterdessen werfen die Anklagen gegen Changpeng Zhao dem Ruf der Crypto-Börse weiter Schäden zu. Falsche Handelsvolumina, aufgeblähte Preise: Binance soll sich jahrelang am Wash Trading beteiligt haben. Zumindest behauptet dies die SEC. Bisher hat die größte Kryptobörse der Welt keine Gegenargumente veröffentlicht, alle Vorwürfe jedoch zurückgewiesen. "Wir werden uns heftig verteidigen", heißt es in einer offiziellen Erklärung von Binance.


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