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Binance stoppt Handel in Russland

Binance bricht die Bande zu Russland. Die weltweit größte Kryptobörse stellt ihren P2P-Dienst in US-Dollar, Euro und Rubel ein.

Binance stoppt Handel in Russland

Binance bricht die Bande zu Russland. Die weltweit größte Kryptobörse stellt ihren P2P-Dienst in US-Dollar, Euro und Rubel ein.

Ein Jahr nach der Invasion der Ukraine hat die Europäische Union das zehnte Sanktionspaket gegen Russland verabschiedet. Aufgrund der Maßnahmen stellt Binance nun den Handel auf dem russischen Markt vollständig ein. Dies meldet Forbes Russia und basiert auf Äußerungen eines Unternehmenssprechers.

Laut der Erklärung verbietet die weltweit größte Kryptobörse russischen Kunden, US-Dollar und Euro über ihren Peer-to-Peer-Dienst (P2P) zu kaufen und zu verkaufen. Im Gegenzug dürfen EU-Bürger keine P2P-Transaktionen in Rubeln über die Handelsplattform durchführen. Mit dem Dienst können Nutzer prinzipiell Werte direkt übertragen, ohne dass Binance als Vermittler auftreten muss.

Die Maßnahmen treffen vor allem Arbitragehändler und Nutzer, die die P2P-Plattform als Alternative zu SWIFT-Überweisungen nutzen, sagte Alexey Zyuzin Forbes gegenüber. Alle anderen Nutzer sollten weniger stark von den Sanktionen betroffen sein, fügte der Gründer des Beratungsunternehmens Crypto Holding hinzu. Das letzte Mal, dass Binance russische Nutzer einschränkte, war im April letzten Jahres.

Wirken die Sanktionen gegen Russland?

Kurz nach Kriegsbeginn feuerte die EU eine wahre Sanktionenflut auf Russland ab. Der Import von Gas und Öl wurde gestoppt, russische Banken wurden vom internationalen Finanzkommunikationssystem SWIFT ausgeschlossen und Vermögen von Oligarchen eingefroren. Ziel war es, die Wirtschaft des Landes zu Boden zu bringen.

Die Maßnahmen scheinen dieses Ziel jedoch nicht erreicht zu haben. Nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung im letzten Jahr prognostiziert der IWF für 2023 ein Wachstum von 0,2%.

Das Kreml hat die Sanktionen umgangen, indem es das chinesische Zahlungssystem CIPS für Transaktionen nutzt, und die komplizierten Finanzkonstruktionen vieler russischer Oligarchen erschweren es den Behörden, Vermögenswerte zuzuweisen.

Kremlin plant eigene Kryptobörse

Dazu kommt der Einsatz von Blockchain-Technologie, den Russland erforscht, um Sanktionen zu umgehen. Mit dem Pilotprojekt "CELLS" baut das Kreml eine SWIFT-Alternative auf Basis von DLT und beschleunigt parallel dazu die Entwicklung einer eigenen digitalen Zentralbankwährung.

Und das Kremlin setzt der Kryptosektor-Sanktion auch eindeutige Antworten entgegen. Die Staatsduma reagierte im vergangenen November auf die Einschränkungen für zahlreiche Börsen und Broker mit Plänen für eine nationale Kryptobörse. Es bleibt jedoch unklar, wann die Umsetzung beginnen wird.


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