Birdeye startet Peak für institutionelle Krypto-Daten
Peak bietet Fonds und professionellen Tradern Einblicke in Liquidität, ETF-Flows und Wallet-Aktivität. So will Birdeye Rauschen durch Bots und Scheinvolumen besser sichtbar machen.

Wichtigste Erkenntnisse
- Birdeye startet Peak, ein Terminalprodukt für institutionelle Krypto-Anleger wie Fonds, Family Offices und professionelle Trader.
- Peak bietet neben Volumendaten auch Liquidität, Holder-Konzentration, ETF-Flows, Wallet-Aktivität, Risikokennzahlen und KI-gestützte Research.
- Birdeye sagt, dass Bots einen großen Teil des Kryptohandels steuern, betont aber, dass die Zahlen noch nicht unabhängig verifiziert sind.
Birdeye hat Peak gestartet, ein neues Terminalprodukt für institutionelle Krypto-Anleger. Das Unternehmen sagt zugleich, dass Bots einen großen Teil des Handels am Kryptomarkt steuern, wodurch das Volumen nicht immer zeigt, wie viel echte Nachfrage es gibt.
Peak richtet sich an Fonds
Der Anbieter aus Singapur richtet sich mit Peak an Investmentfonds, Family Offices und professionelle Trader. Ein Abonnement kostet ab 799 Dollar (711 Euro) pro Monat, während größere Kunden maßgeschneiderte Pakete buchen können.
Birdeye liefert bereits Daten an große Krypto-Plattformen und verfolgt mehr als 400 Exchanges auf 20 Blockchains. Mit Peak bringt das Unternehmen diese Informationen nun direkt zu institutionellen Nutzern. In der Terminaloberfläche können sie unter anderem das Spot-Volumen je Exchange, den Marktanteil der Handelsplattformen und die Tiefe der Liquidität einsehen.
Mehr als nur Volumen
Laut Birdeye geht Peak über ein Standard-Dashboard hinaus. Nutzer können auch Holder-Konzentration, ETF-Flows, regulatorische Einreichungen, Fundraising-Historie, Token-Unlocks, Wallet-Aktivität und Risikokennzahlen ansehen. Außerdem bietet die Plattform KI-gestützte Research, Watchlists und Exporte in Tabellenkalkulationen.
Das ist relevant für Akteure, die große Orders platzieren wollen. Ein Fonds, der zum Beispiel Bitcoin im Wert von 10 Millionen Dollar (8,9 Millionen Euro) kaufen will, hat mit einer bloßen Gesamtvolumenzahl wenig gewonnen. Entscheidend ist vor allem, wo die Liquidität liegt und ob eine Order den Kurs bewegen könnte.
Birdeye sagt, dass seine Daten zeigen, wie ungleich Handelsaktivität verteilt sein kann. Das Unternehmen schätzt, dass etwa ein Drittel der Krypto-Trades von Menschen kommt und zwei Drittel von Bots. Auf Solana kann automatisierte Aktivität der Analyse zufolge für bis zu 80 % des Handelsvolumens verantwortlich sein.
Warum das wichtig ist
Für europäische Krypto-Leser zeigt diese Einführung, wie schnell institutionelle Datentools an Bedeutung gewinnen. Je stärker der Handel automatisiert ist, desto schwieriger wird es, Volumen ohne zusätzlichen Kontext zu Wallets, Liquidität und Orderströmen richtig einzuordnen. Das könnte vor allem für Akteure relevant sein, die Krypto als Anlageinstrument nutzen oder Handelsinfrastruktur bewerten wollen.
Birdeye betont allerdings, dass die Zahlen noch nicht unabhängig verifiziert sind und die vollständige Methodik erst im Dezember zusammen mit einem Solana-Jahresbericht folgt. Das Unternehmen sagt auch, dass automatisierter Handel nicht automatisch auf Manipulation hindeutet. Im breiteren Markt passt Peak in eine Welle der Konsolidierung und Professionalisierung unter Datenanbietern, während verlässliche Daten für institutionelle Research und KI-Tools immer wichtiger werden.