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Bitcoin fällt nach Trumps Hormus-Plan, Öl legt zu

Die Eskalation rund um die Straße von Hormus treibt Öl nach oben und setzt Bitcoin als Risk Asset unter Druck. Auch Dubai und die VAE suchen nach alternativen Routen außerhalb des Engpasses.

Bitcoin fällt nach Trumps Hormus-Plan, Öl legt zu

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin fiel am Montag in Richtung 62.600 $, nachdem Trump sagte, die USA würden die Straße von Hormus übernehmen.
  • Öl legte wegen Sorgen über Störungen auf einer Route, über die täglich rund 20 Millionen Barrel laufen, um etwa 4 % zu.
  • Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate suchen nach alternativen Häfen und Logistikrouten außerhalb der Straße von Hormus.

Bitcoin geriet am Montag in Richtung 62.600 $ (54.800 €) unter Druck, nachdem sich die Vereinigten Staaten und Iran erneut rund um die Straße von Hormus gegenüberstanden und Präsident Donald Trump erklärte, Washington werde die Wasserstraße übernehmen. Parallel dazu zog Öl wegen neuer Sorgen um mögliche Lieferstörungen auf einer der wichtigsten Energierouten der Welt um rund 4 % an.

Bitcoin und Öl bewegen sich auseinander

Bitcoin fiel von einem Tageshoch oberhalb von 64.000 $ (56.000 €) auf etwa 62.565 $ (54.800 €). US crude notierte bei 75,24 $ (66 €), Brent lag über 79 $ (69 €). Die Entwicklung zeigt erneut, dass BTC in geopolitisch angespannten Phasen häufig wie ein Risk Asset gehandelt wird, während der Ölpreis deutlich sensibler auf das Risiko von Unterbrechungen reagiert.

Die Straße von Hormus spielt dabei eine zentrale Rolle. Täglich passieren dort rund 20 Millionen Barrel Öl, also etwa ein Fünftel des weltweiten Verbrauchs. Schon eine begrenzte Bedrohung für diese Passage reicht deshalb aus, um sowohl an den Kryptomärkten als auch an den Energiemärkten spürbare Reaktionen auszulösen.

Trump erhöht den Druck auf die Passage

Trump schrieb auf Truth Social, die USA würden die Straße bewachen und dafür bezahlt werden müssen. Er brachte eine Abgabe von 20 % auf alle Ladungen ins Spiel, die durch die Wasserstraße transportiert werden, und sagte später, Washington werde diese Route wahrscheinlich verwalten. Iran wies jede US-Rolle zurück und erklärte, man werde sich gegen jeden Versuch wehren, den Verkehr ohne Abstimmung mit Teheran laufen zu lassen.

Die Spannungen sind nicht neu. Bereits 2019 drohte Iran damit, die Straße von Hormus zu schließen, nachdem die USA Sanktionserleichterungen für Käufer iranischen Öls aufgehoben hatten. Auch jetzt bleibt die Passage ein geopolitischer Hebel, zumal der Schiffsverkehr bereits nachlässt: In einem jüngsten 12-Stunden-Fenster fuhren nur sechs Schiffe durch die Straße, verglichen mit 18 bis 22 pro Tag früher in diesem Monat. Das belastete am Montag auch den Kryptomarkt, wo Bitcoin nach der Eskalation in der Straße von Hormus bereits unter Druck stand, weil sich eine breitere Risk-off-Bewegung durchsetzte.

Warum Dubai nach einem Umweg schaut

Für europäische Krypto-Leser ist vor allem relevant, dass die Region bereits auf eine längere Unsicherheit rund um Hormus reagiert. Dubais DP World soll laut einem Bericht Gespräche über einen Containerhafen in Fujairah führen, am Golf von Oman und damit außerhalb des Engpasses. Zudem bauen die Vereinigten Arabischen Emirate seit Jahren Alternativen an der Ostküste auf, darunter Häfen wie Fujairah, Khor Fakkan und Dibba.

Das fügt sich in eine breitere Strategie ein, die Abhängigkeit von der Straße zu verringern, die nicht nur für Öl, sondern auch für Handelsströme wichtig bleibt. Für den Markt bedeutet das nicht, dass die Spannung kurzfristig verschwindet. Es zeigt aber, dass Unternehmen und Regierungen ihre Logistik bereits auf ein Szenario ausrichten, in dem Hormus ein dauerhaftes Risiko bleibt.


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