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Bitcoin verharrt nahe 60.000 Dollar: Analyst sieht Risiko bis 40.000 Dollar

Bitcoin konsolidiert unter wichtigen gleitenden Durchschnitten, während Onchain-Signale und der Druck rund um Strategy auf eine schwächere Marktstruktur hindeuten. Analysten sehen deshalb Spielraum für einen tieferen Rücksetzer.

Bitcoin verharrt nahe 60.000 Dollar: Analyst sieht Risiko bis 40.000 Dollar

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin bewegt sich seit fünf Tagen in einer engen Handelsspanne zwischen 59.000 Dollar und 60.000 Dollar, während die 50-Tage- und 200-Tage-Moving-Averages weiter nach unten zeigen.
  • Analyst Alex Kuptsikevich bezeichnet die aktuelle Konsolidierung als riskant für Bullen und ordnet sie klar in einen Abwärtstrend ein.
  • Schwache Nachfrage, die Kapitulation von Langfrist-Haltern und Sorgen rund um Strategy erhöhen den Druck auf Bitcoin, wobei 40.000 Dollar als mögliches Risiko genannt werden.

Bitcoin notiert seit fünf Tagen in einer engen Spanne zwischen 59.000 Dollar (€51.700) und 60.000 Dollar (€52.600). Auf den ersten Blick wirkt das unspektakulär, doch Marktbeobachter sehen gerade in dieser Phase ein wichtiges Signal: Der Kurs liegt unter Marken, die im Februar und Anfang dieses Monats noch einen Rebound ausgelöst hatten. Gleichzeitig zeigen auch die 50-Tage- und 200-Tage-Moving-Averages weiter nach unten.

Bärisches Setup unter Druck

Alex Kuptsikevich, Chef-Marktanalyst bei FxPro, sprach in einer E-Mail an CoinDesk von einer „rather dangerous consolidation for the bulls“. Aus seiner Sicht unterscheidet sich die aktuelle Marktphase deutlich von der Konsolidierung im Jahr 2024, als Bitcoin zwischen März und Oktober in einem insgesamt steigenden Markt lief. Diesmal findet dieselbe Preisbewegung in einem Bärenmarkt statt, was eher für einen fortgesetzten Abwärtstrend als für den Aufbau eines belastbaren Bodens spricht.

Zusätzliche Unterstützung bekommt diese Einschätzung von Onchain-Daten. Der pseudonyme CryptoQuant-Analyst Darkfost verwies auf Anzeichen dafür, dass Langfrist-Halter zunehmend kapitulieren und mit Verlust verkaufen. In früheren Marktzyklen ging eine solche Phase oft mit attraktiven Einstiegsniveaus einher. Kurzfristig deutet sie jedoch vor allem auf anhaltenden Verkaufsdruck hin.

Schwache Nachfrage und zusätzliches Angebot

Auch die Nachfrage zeigt bislang kaum Erholung. Aktive Adressen und Transaktionen bewegten sich während des Rückgangs nahe dem unteren Ende ihrer jüngsten Spanne, was auf eine weiterhin schwache Marktteilnahme hindeutet. Hinzu kommt die Lage rund um Strategy als zusätzlicher Belastungsfaktor.

Das Unternehmen, der größte gewerbliche Halter von Bitcoin, sah seine Vorzugsaktie STRC in der vergangenen Woche auf ein Rekordtief von rund 71 Dollar (€62) fallen. Die Stammaktien gaben im selben Zeitraum 25 Prozent nach und markierten damit den niedrigsten Stand seit Februar 2024. Strategy erklärte anschließend, dass es mehr als 1 Milliarde Dollar (€0,9 Milliarden) an Bitcoin verkaufen könnte, um die Finanzlage zu stärken. Das wäre ein klarer Bruch mit der früheren „never sell“-Haltung von Gründer Michael Saylor. Der Verwaltungsrat hat dem Management zudem erlaubt, jederzeit aus der Reserve zu verkaufen, ohne für jede einzelne Transaktion eine gesonderte Genehmigung einholen zu müssen.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Anleger ist diese Phase vor allem deshalb relevant, weil Bitcoin nicht nur von der eigenen Marktstruktur abhängt, sondern auch von breiteren Makrofaktoren. Ein stärkerer US-Dollar setzt in Dollar notierte Assets in der Regel zusätzlich unter Druck, während Kapital in den vergangenen Monaten häufiger in Aktien geflossen ist, auch getragen vom Optimismus rund um KI-Ausgaben. Dadurch bekommt die Spanne um 60.000 Dollar (€52.600) mehr Gewicht als eine gewöhnliche Seitwärtsphase.

Die Kombination aus festem Dollar und schwacher Risikobereitschaft spielt bei den jüngsten Bitcoin-Bewegungen immer wieder eine Rolle. Darauf deutet auch die starke negative Korrelation mit dem Yen hin.


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