Bitcoin-Miner entdeckt Block mit 7 Transaktionen
In den frühen Morgenstunden des 2. April hat der Mining-Pool Foundry USA Bitcoin-Block Nummer 890.466 gefunden.

In den frühen Morgenstunden des 2. April hat der Mining-Pool Foundry USA Bitcoin-Block Nummer 890.466 gefunden. Was diese Entdeckung auffällig macht, ist die extrem geringe Transaktionszahl: Der Block enthielt lediglich sieben Transaktionen.
Als Belohnung für das Minen dieses Blocks erhielt Foundry USA eine bescheidene Summe an Transaktionsgebühren: lediglich sechs US-Dollar. Zudem bekam der Miner die standardmäßigen Auszahlungen von 3,125 BTC, die derzeit nach der letzten Halbierung der Bitcoin-Belohnung gelten.
Eine vergleichbare Situation trat 2023 auf, als die Binance Pool ebenfalls einen Block mit geringer Aktivität fand. Damals lagen die Transaktionsgebühren sogar bei nur 78 Cent, zusätzlich zur damals geltenden Blocksubvention.
Der Grund für diese geringe Aktivität ist in der Mempool sichtbar — dem temporären Warteraum für Bitcoin-Transaktionen, die noch nicht in einen Block aufgenommen wurden. Diese steht derzeit praktisch leer. Die Transaktionsgebühren für eine Transaktion mit hoher Priorität liegen aktuell bei rund zwei Satoshis pro vByte, was etwa 25 Cent entspricht.
Zum Vergleich: Im April 2024 stiegen die Kosten für eine einzelne Transaktion auf bis zu 127 Dollar. Das lag an der Debatte um Runes und Ordinals — NFT-ähnliche Protokolle, die die Bitcoin-Blockchain nutzen und damals ordentlich Netzwerkauslastung verursachten.
Die derzeitige Ruhe im Netzwerk ist also nicht nur für Nutzer spürbar, sondern vor allem für Miner, die damit deutlich geringere Einnahmen zu verzeichnen haben.