Bitcoin-Mining-Unternehmen Argo Blockchain droht Konkurs
Argo Blockchain ist das nächste börsennotierte Bitcoin-Mining-Unternehmen, das vor dem Konkurs steht.

Argo Blockchain ist das nächste börsennotierte Bitcoin-Mining-Unternehmen, das vor einem Konkurs steht. Die steigenden Stromkosten und die ungewöhnliche Hashrate machen die Angelegenheit zunehmend komplizierter.
Argo Blockchain hat Zahlungsprobleme. Wie das Unternehmen gestern, Montag 31. Oktober, ankündigte, steht eine neue Investitionsrunde von 27 Mio. USD auf dem Spiel. In einem Pressemitteilung schreibt das Unternehmen, das sowohl an der London Stock Exchange als auch an der Nasdaq gelistet ist:
“Wie zuvor angekündigt, hat das Unternehmen eine unverbindliche Arbeitsvereinbarung mit einem strategischen Investor unterzeichnet, um 27 Millionen Dollar durch eine Zeichnung von Stammaktien zu beschaffen. Das Unternehmen beabsichtigt nicht länger, mit den zuvor angekündigten Bedingungen fortzufahren. Argo prüft andere Finanzierungsmöglichkeiten.”
Die Geschäftsleitung stellt sich jedoch gegen die drohende Insolvenz - und verkauft ihr Eigentum. Insgesamt wurden 3.843 Bitmain S19J Pro Miner für 5,6 Mio. USD auf den Markt gebracht. Nach Ansicht von Argo ist dies die letzte Charge einer größeren ASIC-Bestellung. Die Hashrate verbleibt also bei 2,5 Exahashes pro Sekunde, was etwa 1 Prozent der gesamten Hashrate entspricht.
Trotz aller Anstrengungen kann Argo das Fortbestehen des Unternehmens nicht garantieren. Das Unternehmen schreibt: "Sollte Argo bei zukünftigen Finanzierungsrunden leer ausgehen, wird Argo einen negativen Cashflow generieren und seine Aktivitäten einstellen."
Die Aktien des Unternehmens handeln bei USD 1,97 im Vorhandel. Das bringt das Unternehmen noch nicht in die Pennystock-Szene. Aber es liegt etwa 92 Prozent unter seinem Allzeithoch und schneidet schlechter ab als Bitcoin.
Außerdem hat Argo enorme Mengen BTC verkauft, um einen 50-Millionen-Dollar-Kredit zu tilgen, der von Galaxy Digital, dem Unternehmen von Novogratz, gewährt wurde. Laut dem Quartalsbericht verkaufte das Unternehmen allein im Juli 887 BTC – was logischerweise den Abwärtstrend am Markt befeuert.
Anzahl Miner nimmt ab: Core Scientific trifft es ebenfalls
Argo Blockchain ist nicht das einzige börsennotierte Mining-Unternehmen, das unter dem Bitcoin-Bärenmarkt leidet. Am 26. Oktober wurde bekannt, dass Core Scientific (CORZ) ebenfalls enorme Liquiditätsprobleme hat. In einem Bericht an die SEC schrieb das Unternehmen:
“Die Aktivitäten und Liquidität des Unternehmens sind stark betroffen durch den anhaltenden Rückgang des Bitcoin-Preises, die steigenden Stromkosten, den Anstieg der Hashrate des weltweiten Bitcoin-Netzwerks und den Streit mit Celsius Networks.” Die Kurs des an der Nasdaq notierten Unternehmens beträgt zum Redaktionszeitpunkt 0,20 USD.