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Bitcoin nähert sich im Timmer-Modell der 58.000-Dollar-Supportzone

Timmers Power-Law-Modell rückt Bitcoin nahe an eine Supportzone, die früher mit den Tiefs von 2018 und 2022 in Verbindung gebracht wurde. Der Fidelity-Chef sieht bislang keinen klaren Katalysator für eine Erholung.

Bitcoin nähert sich im Timmer-Modell der 58.000-Dollar-Supportzone

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin nähert sich im Power-Law-Modell von Fidelity-Chef Jurrien Timmer der Supportzone um 58.000 $.
  • Der Kurs liegt bei rund 62.700 $, während die Abweichung von der Trendlinie bei minus 56 Prozent steht, eine von Timmer genannte Akkumulationszone.
  • Timmer sieht noch keinen klaren Boden, weil die spekulative Prämie verschwunden ist und eine Erholung seiner Ansicht nach von anziehender Liquidität abhängt.

Bitcoin bewegt sich weiter auf die Untergrenze eines Modells zu, das Fidelity-Chef Jurrien Timmer seit Jahren zur Einordnung des Kursverlaufs nutzt. In seinem Power-Law-Chart liegt die Supportzone inzwischen bei rund 58.000 $ (50.700 €). Bitcoin notiert derzeit bei etwa 62.700 $ (54.900 €) und rückt damit näher an diesen Bereich heran.

Support rund um 58.000 $ (50.700 €)

Timmers Modell bildet die gesamte Bitcoin-Historie auf einer logarithmischen Skala ab und arbeitet mit einer oberen Widerstandslinie, einer Mittellinie sowie einer unteren Supportlinie. Nach seiner Einschätzung hat diese untere Begrenzung seit 2015 bereits mehrere größere Bodenbildungen aufgefangen. In der aktuellen Darstellung liegt Bitcoin noch oberhalb dieser Linie, der Abstand schrumpft jedoch.

In einer zweiten Grafik betrachtet Timmer die Abweichung von Bitcoin zur Trendlinie. Aktuell liegt sie bei minus 56 Prozent, ein Bereich, den er als Akkumulationszone einordnet. Vergleichbare Phasen fielen in der Vergangenheit mit den Tiefs von 2018 und 2022 zusammen.

Kein klarer Katalysator

Timmer spricht bislang nicht von einem klaren Bodensignal. Er verweist aber darauf, dass die spekulative Prämie, die den Coin im vergangenen Jahr über 120.000 $ (105.000 €) getragen hat, weitgehend aus dem Markt verschwunden sei. Zudem weist er darauf hin, dass das Wachstum der globalen Geldmenge nachlässt und eine Erholung aus seiner Sicht erst dann wahrscheinlicher wird, wenn die Liquidität wieder anzieht.

Hinzu kommt nach Timmers Einschätzung, dass Bitcoin über Monate an einer solchen Supportzone verharren kann, bevor sich der Trend dreht. Das passt zu dem Bild, dass der schnelle Handel bereits weitergezogen ist: zunächst von Bitcoin in Gold und anschließend von Gold in Halbleiter, wo die Suche nach Chancen derzeit stattfindet.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Anleger ist das vor allem deshalb relevant, weil solche Modellmarken häufig zur Einordnung der Marktphase herangezogen werden. Der Verweis auf die Tiefs von 2018 und 2022 zeigt, dass Timmer Bitcoin nicht nur als Kursverlauf betrachtet, sondern als ein Asset mit wiederkehrenden Zyklen rund um Liquidität und Risikobereitschaft. Das kann helfen, die aktuelle Schwäche besser einzuordnen, ohne daraus bereits einen belastbaren Boden abzuleiten.

Auch andere Analysten beobachten ähnliche Bereiche: Bitcoin hält Support, während die Konsolidierung einem Rekord nahekommt hatte zuvor bereits eine breite Supportspanne zwischen 58.000 $ (50.700 €) und 64.000 $ (56.000 €) beschrieben.

Zugleich läuft die Debatte über den Zyklus weiter, weil einige Marktbeobachter derzeit davor warnen, dass die aktuelle Phase noch nicht zwingend das Ende der Abwärtsbewegung markieren dürfte.


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