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Bitcoin nähert sich der Bullmarkt-Grenze, während Wale verkaufen

CryptoQuant sieht noch keinen bestätigten Bullmarkt: Bitcoin bleibt unter 81.700 Dollar, während Wale Gewinne mitnehmen und die Nachfrage nach US-Spot-ETFs zurückbleibt.

Bitcoin nähert sich der Bullmarkt-Grenze, während Wale verkaufen

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin notiert bei rund 76.808 Dollar und bleibt unter 81.700 Dollar, dem Niveau, das CryptoQuant als Bestätigung eines neuen Bullmarkts sieht.
  • Die Exchange Whale Ratio stieg auf 0,93, was auf Gewinnmitnahmen großer Halter und möglicherweise zusätzlichen Verkaufsdruck hindeutet.
  • Die US-Nachfrage bleibt zurück, während der Widerstand zwischen 77.100 Dollar und 80.200 Dollar liegt und der Support bei rund 70.000 Dollar sowie 62.000 Dollar bis 65.000 Dollar.

Bitcoin liegt am Sonntag weiterhin unter der Grenze, die CryptoQuant als Bestätigung eines neuen Bullmarkts sieht. Der Kurs notiert bei rund 76.808 Dollar (66.300 Euro), also etwa 4.900 Dollar (4.230 Euro) unter dem Niveau von 81.700 Dollar (70.500 Euro), während große Halter Gewinne mitnahmen und US-amerikanische Marktteilnehmer nicht sichtbar einstiegen.

Wale nehmen Gewinne mit

CryptoQuant meldete, dass die Exchange Whale Ratio bei 0,93 lag, ein Niveau, das das Unternehmen als Warnsignal einstuft. Diese Kennzahl zeigt, wie viel des Zuflusses zu Exchanges von den größten Wallets stammt. Da Coins auf Exchanges oft verkauft werden, deutet ein solcher Anstieg auf mehr Verkaufsdruck durch große Akteure hin.

Dieses Bild passt zu einem breiteren Trend früher in diesem Jahr. Im Juni 2026 bauten Bitcoin-Wale sogar mehr als 270.000 BTC bei rund 59.000 Dollar (50.900 Euro) auf, während US-Spot-Bitcoin-ETFs im selben Zeitraum Nettoabflüsse von etwa 4,06 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) verzeichneten. Die aktuelle Rally zeigt also erneut, dass große Halter und institutionelle Nachfrage nicht immer in dieselbe Richtung laufen.

Privatanleger machten derweil durchaus mit. Der Fear and Greed Index lag bei 66, klar im Bereich Greed, und ein Taker Buy/Sell Ratio von 1,12 zeigte, dass Händler bereit waren, für gehebelte Positionen mehr zu bezahlen.

US-Nachfrage bleibt zurück

Ein negativer Coinbase Premium zeigte, dass Bitcoin an der wichtigsten US-Krypto-Exchange günstiger gehandelt wurde als offshore. Das ist meist ein Zeichen dafür, dass US-Fonds die Bewegung nicht tragen. CryptoQuant-Analyst GugaOnChain sagte, dass die Kombination aus erschöpfter Preisdynamik und einem FEI-Score in einer Zone absoluten Rauschens die Wahrscheinlichkeit eines Long Squeeze erhöht.

Bei einem Long Squeeze werden Händler, die auf weitere Kursanstiege gesetzt haben, gezwungen, ihre Positionen zu schließen, was den Kurs zusätzlich drücken kann. Dieses Risiko steigt, solange große Wallets Coins an Exchanges senden und die US-Nachfrage zurückbleibt. Auch die jüngste schwache Spot-Nachfrage passt in dieses Bild: Der Futures-Handel half damals zwar, aber die Zuflüsse am Spotmarkt blieben mager.

Niveaus über und unter dem Kurs

CryptoQuant setzte am 11. September den nächsten Widerstand zwischen 77.100 Dollar (66.500 Euro) und 80.200 Dollar (69.200 Euro). Darüber liegen noch 83.600 Dollar (72.100 Euro) und 88.700 Dollar (76.500 Euro). Auch Langfristhalter verkauften in diesem Jahr in dieser ersten Zone, laut dem Unternehmen bis zu 539.000 BTC.

Auf der Unterseite liegen Support bei rund 70.000 Dollar (60.400 Euro) und erneut zwischen 62.000 Dollar (53.500 Euro) und 65.000 Dollar (56.100 Euro). In dieser Spanne kauften Halter in diesem Jahr etwa 476.000 BTC. Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem relevant, dass der Markt jetzt genau auf die Rolle von US-Fonds und großen Wallets schaut, weil gerade diese beiden Gruppen oft darüber entscheiden, ob ein Ausbruch Bestand hat oder schnell wieder verpufft.


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