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Bitcoin steigt nach Japans Zinserhöhung, XLM, INJ und UNI legen kräftig zu

Bitcoin erholt sich nach der Zinserhöhung in Japan wieder über $66.500, während XLM, INJ und UNI deutlich mitziehen. Der Derivatemarkt deutet derweil auf mehr Risikobereitschaft hin.

Bitcoin steigt nach Japans Zinserhöhung, XLM, INJ und UNI legen kräftig zu

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin stieg über $66.500, nachdem die Bank of Japan den Leitzins auf den höchsten Stand seit 31 Jahren angehoben hatte.
  • XLM, INJ und UNI legten zwischen 13% und 16% zu; SIREN fiel nach starken Verkäufen durch einen Großhalter innerhalb von 24 Stunden um 21%.
  • Das Derivatevolumen stieg um 51% auf $207 Milliarden, und das Open Interest nahm zu, während die Volatilität weiter zurückging.

Bitcoin notierte über $66.500 (€57.300), nachdem die Bank of Japan den Leitzins auf den höchsten Stand seit 31 Jahren angehoben hatte. Diese Zinserhöhung sorgte für eine Erholung am Kryptomarkt, wobei Bitcoin innerhalb von 24 Stunden um 1,5% zulegte und damit seine Erholung nach einem Rücksetzer Anfang Juni unter $60.000 (€51.700) fortsetzte.

Starke Performance bei Altcoins

Neben Bitcoin zeigten mehrere Altcoins beeindruckende Gewinne. Stellar's XLM, Injective's INJ und Uniswap's UNI stiegen zwischen 13% und 16% und gehörten damit zu den stärksten Werten unter den Top-100-Kryptowährungen. Der Kursanstieg von UNI folgt auf die jüngste Berichterstattung von Standard Chartered, die für den Token bis 2030 ein langfristiges Kursziel von $100 (€86) nennt, unter anderem wegen des erwarteten Wachstums von tokenisierte Real-World Assets (RWAs) im Bereich Decentralized Finance.

Gleichzeitig blieb die Memecoin SIREN in einer Abwärtsspirale und verlor innerhalb von 24 Stunden 21%, was einem Minus von 77% in diesem Monat entspricht. Eine Analyse von Blockchaindaten zeigt, dass ein Großhalter fast 92% der Token verkauft hat, was den starken Kursrückgang erklärt.

Derivate und Marktstimmung

Der Derivatemarkt zeigt wieder mehr Risikobereitschaft. Das Handelsvolumen stieg um 51% auf $207 Milliarden (€178 Milliarden), während das Open Interest um 2,4% auf $113,41 Milliarden (€97,7 Milliarden) zunahm. Liquidationen legten um 64% zu, vor allem bei Short-Positionen. Das Open Interest in Bitcoin-Futures erreichte mit 747.000 BTC den höchsten Stand seit Anfang Juni, was auf eine wachsende Bereitschaft unter Anlegern hindeutet, mehr Risiko einzugehen. Auch das Open Interest in Ether-Futures stieg leicht, was als positives Signal gilt.

Trotz der höheren Aktivität geht die Volatilität weiter zurück. Die 30-Tage-Implizit-Volatilitätsindizes für Bitcoin und Ether haben sich fast vollständig von ihrem Hoch Anfang Juni erholt, was auf weniger Angst unter Anlegern hindeutet. Auf Deribit waren Bitcoin-Puts zwischen $58.000 (€50.000) und $64.000 (€55.100) besonders aktiv, mit viel Einsatz von Put Condors, einer Strategie, die von einer bestimmten Volatilitätsrange profitiert.

Relevanz für europäische Kryptoanleger

Die Zinserhöhung der Bank of Japan und die anschließenden Bewegungen am Kryptomarkt könnten auch für europäische Anleger relevant sein. Der Anstieg von Bitcoin und ausgewählten Altcoins zeigt, dass globale makroökonomische Entwicklungen weiterhin Einfluss auf digitale Assets haben. Außerdem gibt die Erholung am Derivatemarkt Einblick in die sich verändernde Stimmung und die Risikobereitschaft, was helfen kann, künftige Marktbewegungen in Europa besser einzuschätzen. Das passt auch zur breiteren Diskussion über Zuflüsse in Altcoin-ETFs, bei der Anleger ihre Krypto-Exponierung immer häufiger über Bitcoin hinaus streuen.


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