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Bitcoin hält sich bei rund 64.000 Dollar, während Öl und KI-Aktien schwanken

Der Anstieg von Brent und die Nachwirkungen der KI-Überraschung von Moonshot AI halten die Risk-off-Stimmung aufrecht, während Bitcoin und Ether sich mit den breiteren Marktbewegungen mitbewegen.

Bitcoin hält sich bei rund 64.000 Dollar, während Öl und KI-Aktien schwanken

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin hielt sich am Montag bei rund 64.200 Dollar und bewegte sich damit auf Tagessicht kaum, lag auf Wochensicht aber noch 3 % im Plus.
  • Brent kletterte auf 91,42 Dollar pro Barrel, nachdem sich die Spannungen zwischen den USA und Iran weiter verschärft hatten. Das dürfte die Risk-off-Stimmung am Markt zusätzlich gestützt haben.
  • Moonshot AIs Kimi K3 setzte Chip-, KI- und Kryptoaktien unter Druck, während Ether mit einem Wochenplus von 5 % die stärkste große Münze war.

Bitcoin notierte am Montag weiter bei rund 64.000 Dollar (56.000 Euro), während der Krypto-Markt zwischen steigenden Ölpreisen und einem Aktienmarkt schwankte, der die KI-Überraschung vom Freitag noch einordnen musste. Die größte Krypto lag bei etwa 64.200 Dollar (56.100 Euro) und veränderte sich damit auf Tagessicht kaum. Auf Wochensicht stand sie jedoch weiterhin rund 3 % im Plus. Das Handelsvolumen in Bitcoin belief sich auf etwa 18 Milliarden Dollar (15,7 Milliarden Euro).

Öl gibt den Ton an

Der zentrale Impuls kam von Brent, das zeitweise um bis zu 4 % auf 91,42 Dollar (80 Euro) je Barrel stieg und damit den höchsten Stand seit Mitte Juni erreichte. Auslöser war die weitere Eskalation zwischen den USA und Iran, nachdem sich die Spannungen über rein militärische Ziele hinaus ausgeweitet hatten. Für risikobehaftete Anlageklassen ist das relevant, weil höhere Ölpreise die Inflationserwartungen wieder anziehen lassen können, und zwar in einer Phase, in der sie sich nach schwächeren US-Inflationsdaten zuletzt etwas beruhigt hatten.

Damit gerät auch die Erwartung unter Druck, dass die Federal Reserve die Zinsen bald deutlich lockern könnte. Für Krypto bedeutet das nicht zwingend eine unmittelbare Kursreaktion. Es spricht aber dafür, dass die breitere Risk-off-Stimmung anhält, in der Bitcoin und andere Token oft stärker auf Makrobewegungen reagieren.

KI-Schock wirkt nach

Auch auf der anderen Seite des Marktes blieb die Wirkung von Moonshot AIs Kimi-K3-Modell spürbar. Das chinesische Open-Weight-Modell hatte am Freitag mit starken Ergebnissen in einem viel beachteten Coding-Benchmark für Aufmerksamkeit gesorgt und Chip- sowie KI-Aktien unter Druck gesetzt. In der Folge gerieten auch Krypto-Assets mit in die Verkaufswelle. In Asien verlor der Kospi am Montag 3,5 %, als die Händler nach einem eigenen Feiertag an den Markt zurückkehrten, während die Nasdaq-100-Futures gleichzeitig um 0,5 % zulegten.

Nach Einschätzung von Marktteilnehmern ist der Start von Kimi K3 mehr als nur eine einzelne Produkteinführung. Er dürfte die Diskussion über die Bewertung westlicher KI-Infrastrukturunternehmen neu befeuern. Für Krypto ist das ebenfalls relevant, weil Bitcoin im vergangenen Monat häufiger mit dem Handel rund um KI und Halbleiter mitgelaufen ist als mit klassischen Kryptofaktoren.

Was das für Krypto bedeutet

Bei den großen Coins zeigte sich ein gemischtes Bild. Ether lag bei 1.860 Dollar (1.630 Euro) und war mit einem Plus von 5 % in sieben Tagen die stärkste große Münze. XRP notierte bei 1,09 Dollar (0,95 Euro), Solana bei 76 Dollar (66 Euro), BNB bei 565 Dollar (494 Euro) und Dogecoin bei rund 0,07 Dollar (0,061 Euro). Hyperliquid's HYPE fiel mit einem Wochenminus von 10 % auf 60 Dollar (52 Euro) auf, ohne dass sich dafür ein klarer eigener Auslöser abzeichnete, abgesehen von der breiteren Risk-off-Stimmung.

In den kommenden Tagen stehen vor allem Unternehmenszahlen im Fokus, nicht Makrodaten. Alphabet berichtet am Dienstag, Tesla am Mittwoch und Intel am Donnerstag. Diese Ergebnisse könnten Hinweise darauf liefern, ob der KI-Handel und damit auch die jüngste Kopplung zwischen Chip- und Krypto-Markt weiter Unterstützung erhält.


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