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Bits of Gold meldet Datenleck bei 200.000 Kunden

Beim israelischen Broker wurden Namen, ID-Nummern und Wallet-Adressen über einen externen Datendienst geleakt. Gelder und private Keys blieben verschont, doch der Druck auf die Krypto-Sicherheit nimmt zu.

Bits of Gold meldet Datenleck bei 200.000 Kunden

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bits of Gold bestätigte, dass Hacker über einen Drittanbieter für Datenanalyse personenbezogene Daten von etwa 200.000 Kunden erbeutet haben.
  • Nach Angaben des Unternehmens wurden Gelder, private Keys, Passwörter, CVV-Codes und gescannte Ausweisdokumente nicht offengelegt.
  • Das Unternehmen schaltete ein Cybervorfallteam ein und blockierte nach Entdeckung des Datenlecks den Zugriff.

Der Krypto-Broker Bits of Gold hat bestätigt, dass Hacker personenbezogene Daten von etwa 200.000 Kunden erbeutet haben. Nach Angaben des Unternehmens wurden Gelder, private Keys und Passwörter nicht betroffen, doch handelt es sich um eines der größeren Datenlecks bei einem Krypto-Unternehmen in Israel in diesem Jahr.

Was erbeutet wurde

Der Angriff traf laut Bits of Gold einen Drittanbieter für Datenanalyse, woraufhin Angreifer Zugriff auf Namen, nationale ID-Nummern, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, IP-Adressen, Bankkontodaten und öffentliche Wallet-Adressen erhielten. Das Unternehmen sagte, es habe den Zugriff nach der Entdeckung blockiert und das System von den Informationsquellen getrennt.

Bits of Gold betonte, dass keine Funds, private Keys, CVV-Codes oder gescannten Ausweisdokumente offengelegt wurden. Außerdem erklärte das Unternehmen, die ersten Erkenntnisse deuteten auf einen breiteren weltweiten Angriff hin, der gleichzeitig mehrere Unternehmen getroffen habe. Der Broker hat für weitere Untersuchungen ein spezialisiertes Cybervorfallteam eingeschaltet.

Mehr Druck auf die Krypto-Sicherheit

Der Vorfall kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kryptobranche erneut mehrere Datenlecks verarbeitet. Bereits Anfang dieser Woche meldete SafePal, dass Daten von fast 40.000 Nutzern nach einem Breach bei einem externen Lieferanten gestohlen worden seien, während Trezor am 13. August meldete, dass persönliche Daten von fast 14.000 Kunden über den Fulfillment-Partner ShipMonk offengelegt worden seien.

Für europäische Krypto-Nutzer ist das relevant, weil viele Exchanges und Broker mit derselben Art externer Dienstleister für Analyse, Logistik oder Kundenverifizierung arbeiten. Solche Ketten erhöhen nicht automatisch das Risiko für Gelder, machen aber deutlich, wie verwundbar Kundendaten sein können, wenn ein Zulieferer betroffen ist.

Israelischer Broker unter der Lupe

Bits of Gold wurde 2013 gegründet und war das erste Krypto-Unternehmen in Israel mit einer dauerhaften Financial Services Provider-Lizenz. Das Unternehmen sagt, mehr als 250.000 Kunden zu haben, und verfügt über eine SOC 2 Type 2-Zertifizierung. In einer Nachricht an Kunden warnte das Unternehmen außerdem, dass es niemals nach Passwörtern, Verifizierungscodes, private Keys oder Fund Transfers fragen werde.

Der Kontext ist besonders sensibel, weil Israel in den vergangenen Jahren häufiger Ziel von Cyberangriffen war. Das macht ein Datenleck bei einem großen lokalen Broker nicht nur zu einem internen Sicherheitsproblem, sondern auch zu einem Signal, dass Marktteilnehmer im Kryptomarkt ihre Abhängigkeit von externen Systemen weiterhin genau steuern müssen.


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