BlackRock und Coinbase unterstützen Bitcoin-Fonds gegen Quantenrisiken
Das Konsortium mit BlackRock, Coinbase und Fidelity will Bitcoin auf eine mögliche Quantenbedrohung vorbereiten. Die Finanzierung fließt in Sicherheitsforschung, BIP 360 und andere Post-Quantum-Lösungen.

Wichtigste Erkenntnisse
- Neun Unternehmen, darunter BlackRock und Coinbase, haben sich zu einem Konsortium zusammengeschlossen, das 15 Millionen Dollar für Bitcoin-Sicherheitsforschung und Open-Source-Entwicklung bereitstellt.
- Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung von Bitcoin auf mögliche Quantenrisiken sowie die regelmäßige Veröffentlichung von Updates zum Sicherheitsstatus.
- Wie die Mittel konkret verteilt werden, ist noch offen. Galaxy hat parallel separat 5 Millionen Dollar für quantenresistente Sicherheitsprojekte angekündigt.
Neun Unternehmen haben ein gemeinsames Konsortium ins Leben gerufen, das über drei Jahre hinweg 15 Millionen Dollar (13,1 Millionen Euro) in Bitcoin-Sicherheitsforschung und Open-Source-Entwicklung investieren will. Zu den Beteiligten zählen BlackRock, Coinbase, Strategy, Anchorage Digital, ARK Invest, Block, Blockstream, Fidelity Digital Assets und Galaxy. Ziel der Initiative ist es vor allem, Bitcoin auf eine Zukunft vorzubereiten, in der Quantencomputing ein Sicherheitsrisiko darstellen könnte.
Fokus auf Quantenbedrohung
Das Konsortium will künftig Inhalte veröffentlichen, die den Stand der Sicherheitsarbeit rund um Bitcoin für Anleger und die breite Öffentlichkeit nachvollziehbar machen. Die 15 Millionen Dollar (13,1 Millionen Euro) werden dabei nicht zentral vom Konsortium verwaltet oder verteilt. Stattdessen entscheidet jedes Mitglied selbst, welche Entwickler, Forscher oder Organisationen Mittel erhalten. Laut BlackRock-Manager Robert Mitchnick leisten die Entwickler von Bitcoin Core wichtige Arbeit, und die Gruppe will zusätzlich Kapital für die langfristige Sicherheit von Bitcoin bereitstellen.
In der Ankündigung werden weder einzelne Beiträge noch erste Empfänger genannt. Auch bleibt offen, welcher Teil der Summe tatsächlich frisches Kapital ist. Entsprechend lässt sich derzeit nur schwer einschätzen, wie groß der kurzfristige praktische Effekt der Initiative ausfallen dürfte.
Was das für Bitcoin bedeutet
Für Bitcoin ist die Absicherung gegen Quantenrisiken vor allem eine technische und koordinative Aufgabe. Quantencomputer, die die Kryptografie von Bitcoin tatsächlich brechen könnten, existieren bislang nicht. Dennoch arbeiten Entwickler bereits an möglichen Schutzmechanismen. Ein Wechsel zu neuer Kryptografie würde nicht nur die Software betreffen, sondern auch Wallets, Börsen, Miner und Nutzer. Eine solche Umstellung kann Jahre dauern.
In der Community gibt es mehrere Vorschläge, darunter BIP 360. Der Vorschlag würde einen neuen Output-Typ einführen und damit die Angriffsfläche öffentlicher Schlüssel verkleinern. Weitere Ansätze sind Post-Quantum-Signaturverfahren sowie Methoden, um Coins in älteren, bereits exponierten Adressen abzusichern. Einer Untersuchung von CryptoQuant zufolge könnten rund 6,9 Millionen Bitcoin verwundbar sein, falls eines Tages ausreichend leistungsfähige Quantencomputer Realität werden.
Breiteres Sicherheitsinitiativen wächst
Galaxy hat in dieser Woche bereits eine separate Initiative über 5 Millionen Dollar (4,4 Millionen Euro) für quantenresistente Signaturen, Wallet-Migrationstools und Sicherheitsaudits angekündigt. Ob dieser Betrag in den gemeinsamen 15 Millionen Dollar (13,1 Millionen Euro) enthalten ist, lässt das Konsortium offen. Mike Schmidt, geschäftsführender Direktor der Bitcoin-Stiftungs-Non-Profit Brink, koordiniert die Arbeit des Konsortiums ehrenamtlich.
Die Beteiligung von BlackRock fügt sich in das wachsende institutionelle Interesse an Bitcoin ein. Project Eleven hatte zuvor bereits ein Wiederherstellungstool entwickelt für den Fall, dass Quantenangriffe eines Tages Signaturen fälschen könnten.