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Cantor sieht Bitcoin-Boden im Oktober im Bärenmarkt

Cantor Fitzgerald erwartet, dass Bitcoin um Oktober herum einen zyklischen Boden bilden könnte, während die Bank den Fokus auf Tokens mit nachhaltigen Fee- und Cashflow-Modellen verlagert.

Cantor sieht Bitcoin-Boden im Oktober im Bärenmarkt

Wichtigste Erkenntnisse

  • Cantor Fitzgerald hält es für möglich, dass Bitcoin gegen Ende Oktober einen Boden erreicht, gestützt auf historische Muster aus früheren Bärenmärkten.
  • Die Bank weist zugleich darauf hin, dass makroökonomische, regulatorische und geopolitische Risiken dieses Muster jederzeit verändern können.
  • Nach Einschätzung von Cantor dürfte nachhaltige Token-Nachfrage wichtiger werden als reine Netzwerkaktivität, wobei Hyperliquid als Beispiel für fee-getriebene Tokenomics genannt wird.

Die Wall-Street-Bank Cantor Fitzgerald geht davon aus, dass sich der Kryptomarkt in der Schlussphase des laufenden Bärenmarkts befindet. Bitcoin könnte demnach nach historischen Mustern um Oktober herum einen Boden ausbilden. Aus Sicht der Bank sollten Anleger den Blick dabei weniger auf reine Spekulation und stärker auf Netzwerke richten, die Nutzung in dauerhafte Token-Nachfrage übersetzen können.

Bitcoin nähert sich einem zyklischen Boden

Nach Einschätzung von Cantor dürfte Bitcoin bereits in einer späten Phase des aktuellen Abwärtszyklus stehen. Am 10. Juni lag die Kryptowährung 252 Tage nach dem Hoch von 2025 und rund 51 Prozent darunter. In den drei vorherigen Marktzyklen wurde der durchschnittliche Boden dagegen erst 384 Tage nach dem jeweiligen Top erreicht. Sollte sich dieses Muster wiederholen, könnte das Tief gegen Ende Oktober liegen.

Die Analysten um Gareth Gacetta betonen allerdings, dass sich daraus kein exaktes Timing ableiten lässt. Makroökonomische, regulatorische und geopolitische Risiken könnten den Verlauf jederzeit beeinflussen. Gleichzeitig verweist die Bank darauf, dass die reflexive Struktur von Krypto historische Zyklen auch verstärken kann.

Fokus verschiebt sich auf Token-Wert

Cantor zufolge dürften die nächsten Gewinner nicht zwingend die Netzwerke mit der höchsten Aktivität sein. Entscheidend seien vielmehr Protokolle, die diese Aktivität in nachhaltigen Cashflow oder eine dauerhafte monetäre Prämie umwandeln können. In diesem Zusammenhang nennt die Bank Hyperliquid als das klarste Beispiel für fee-getriebene Tokenomics, unter anderem wegen HYPE-Buybacks und Burns.

Bitcoin bleibt nach Ansicht der Bank der wichtigste monetäre Referenzpunkt, während Ethereum als dominierende Collateral-Layer für Onchain Finance gilt. Solana, XRP und Zcash bringen laut den Analysten jeweils eigene Stärken mit, müssen aber noch zeigen, dass ihr Ökosystem-Wachstum tatsächlich zu nachhaltiger Token-Nachfrage führt.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Investoren ist vor allem relevant, dass Cantor den Markt nicht nur als Preisbewegung betrachtet, sondern auch als Wettbewerb um Value Accrual. Das passt zu der breiteren Entwicklung in der Branche: Die Nutzung von Stablecoins, tokenisierten Assets, Onchain Credit und DeFi bedeutet nicht automatisch, dass Tokens selbst an Wert gewinnen.

Zudem sieht die Bank Digital Asset Treasury Companies als einen möglichen Brückenkopf zwischen klassischen Kapitalmärkten und Krypto. Solche börsennotierten Vehikel halten größere Krypto-Positionen in ihrer Bilanz und greifen zunehmend auf Instrumente wie Wandelanleihen, Preferred Stock und Aktienemissionen zurück, um Krypto als Reserve zu kaufen. Dadurch könnte die Rolle der öffentlichen Märkte im Kryptosektor weiter zunehmen.


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